„Nehmt den Kopf aus dem Schacht"
Der Satz sitzt. Jürgen Magull, seit 2016 Geschäftsführer der Breko eG, hat ihn in einem Interview mit telecom-handel.de gesagt – und er trifft den Zustand der deutschen Glasfaserbranche auf den Punkt: Jahrelang wurde gegraben, verlegt, ausgebaut. Der Fokus lag auf den Schächten, den Verteilerboxen, den Tiefbauplänen.
Die Kunden, die letztlich bezahlen und die Netze auslasten sollen? Die saßen währenddessen oberhalb der Erdoberfläche – und warteten. Oft vergeblich.
„Anschließen, anschließen, anschließen – und nicht nur vorverkaufen. Wie bekomme ich die Netze ausgelastet?" – Jürgen Magull, Breko eG
Was die Breko eG ist – und warum ihre Stimme zählt
Die Breko eG ist eine Genossenschaft, die ursprünglich als Einkaufsgemeinschaft für Mobilfunk-Vorleistungen startete. Heute versteht sie sich als Beratungs- und Innovationsplattform für den Telekommunikationsfachhandel – mit inzwischen über 120 Mitgliedern (2016 waren es 25) und einem Portfolio von mehr als 50 Angeboten.
Magull sieht die Genossenschaft als Brücke zwischen Infrastrukturanbietern und dem Fachhandel, der täglich mit Endkunden spricht. Genau deshalb hat seine Diagnose Gewicht: Er kennt beide Seiten.
Das eigentliche Problem: Ausbau ≠ Nutzung
Deutschland hat in den letzten Jahren enorme Fortschritte beim Glasfaserausbau gemacht. Die Telekom passiert gerade die Marke von 13 Millionen ausgebauten Haushalten. Weitere Anbieter – E.ON, Deutsche Glasfaser, M-net und viele regionale Player – bauen parallel aus.
Doch Ausbau und tatsächliche Nutzung klaffen auseinander. Ein Glasfaseranschluss, der verfügbar ist, aber nicht gebucht wird, verdient nichts. Er kostet nur. Die sogenannte Take-Rate – der Anteil der verfügbaren Haushalte, die tatsächlich einen Vertrag abschließen – liegt in vielen Ausbaugebieten weit unter dem, was die Finanzierung erfordert.
- Fehlende Information: Viele Haushalte wissen nicht, dass Glasfaser vor ihrer Tür liegt
- Wechselträgheit: Der bestehende DSL-Vertrag läuft noch – der Wechsel wird aufgeschoben
- Kein persönlicher Kontakt: Flyer im Briefkasten reichen nicht – Vertrauen entsteht im Gespräch
- Steigende Zinsen: Für Netzbetreiber werden Anschlussfinanzierungen teurer – der Druck steigt
Open Access: die Lösung, die auf den Fachhandel wartet
Magull sieht in Open-Access-Modellen eine der wichtigsten Entwicklungen: Netze, die von mehreren Anbietern gleichzeitig genutzt werden können. Das bedeutet: Ein Netz wird gebaut – und Anbieter wie Telekom, O₂ oder regionale Provider verkaufen darüber ihre Tarife.
Für den Fachhandel ist das eine echte Chance. Wer seinen Kunden nicht nur einen Anbieter anbieten kann, sondern den richtigen, kann wieder echten Mehrwert bieten. Das erfordert allerdings auch Know-how: Welcher Tarif passt zu welchem Kunden? Welcher Anbieter ist im jeweiligen Gebiet wirklich verfügbar und leistungsfähig?
Was das für dich als Endkunde bedeutet
Wenn du noch auf einem alten DSL- oder VDSL-Anschluss sitzt: Es lohnt sich, jetzt nachzufragen. In vielen Gebieten im Rhein-Main-Raum ist Glasfaser bereits verfügbar – teils schon länger, als die meisten Bewohner wissen. Die Netze sind da. Die Tarife sind konkurrenzfähig. Was fehlt, ist der Anruf, der Besuch, das Gespräch.
Genau das ist unser Job: herausfinden, was an deiner Adresse verfügbar ist, vergleichen, was wirklich sinnvoll ist – und dann den Wechsel so einfach machen, dass er tatsächlich passiert.
Magull hat recht. Der Ausbau ist das eine – aber ein leeres Glasfasernetz ist eine verschwendete Investition. Und die Lücke zwischen „verfügbar" und „gebucht" schließt sich nicht von allein. Sie schließt sich durch persönliche Beratung, durch verständliche Erklärung und durch Vertrauen.
Wenn du wissen willst, ob Glasfaser bei dir schon liegt – komm einfach in einen unserer Shops oder ruf uns an. Wir prüfen das kostenlos für deine Adresse. Kein Hochdruckverkauf, keine versteckten Kosten. Nur eine ehrliche Auskunft.
Glasfaser an deiner Adresse verfügbar?
Wir prüfen das kostenlos und sagen dir, welcher Anbieter bei dir wirklich passt – persönlich, vor Ort.
Jetzt Verfügbarkeit prüfen →Quelle: telecom-handel.de – „Nehmt den Kopf aus dem Schacht", Interview mit Jürgen Magull (Breko eG), 8. Juli 2026, abrufbar auf telecom-handel.de. Autor: Roland Bernhard.
Titelbild: © telecom-handel.de / Ebner Media Group – Pressefoto.