Die sogenannten GSM-Steuercodes stammen aus der Zeit der ersten Handys und funktionieren bis heute, auch auf dem neuesten Smartphone. Du tippst sie in die Telefon-App ein, als würdest du eine Nummer wählen, und drückst auf den grünen Hörer. Das Handy schickt den Befehl ans Netz, und wenige Sekunden später kommt eine Bestätigung auf den Bildschirm. Die Liste unten basiert auf der Übersicht der Telekom, die meisten Codes gelten aber netzübergreifend.

Teil 1 · Die drei wichtigsten

Diese drei Codes solltest du kennen.

*#06#
zeigt die IMEI, die Seriennummer deines Handys. Brauchst du bei Diebstahl, Reparatur und Versicherung.
##002#
löscht alle Rufumleitungen auf einmal. Die Rettung, wenn Anrufe plötzlich woanders landen.
*#21#
prüft, ob eine sofortige Rufumleitung aktiv ist, und wohin.
#31#
unterdrückt deine Nummer für einen einzelnen Anruf.

Tipp aus dem Laden: Notier dir die IMEI mit *#06# jetzt, solange du das Handy noch hast. Nach einem Diebstahl ist es zu spät, und ohne IMEI kann die Polizei das Gerät nicht zur Fahndung ausschreiben.

Teil 2 · Rufumleitung

Anrufe umleiten, wenn du nicht rangehst, besetzt bist oder kein Netz hast.

Für jede Situation gibt es einen eigenen Code. Das Muster ist immer gleich: ** schaltet ein, ## schaltet aus, *# fragt den Status ab. Statt „Rufnummer" tippst du die Nummer ein, auf die umgeleitet werden soll. Bei der Telekom gilt: Soll die Umleitung auf die eigene Mobilbox gehen, gibst du statt der Rufnummer 3311 ein.

Einschalten
Ausschalten und prüfen

Teil 3 · Rufnummer, Anklopfen, Makeln

Nummer zeigen oder verbergen, zweiten Anruf annehmen, Konferenz schalten.

Rufnummernanzeige
Anklopfen und zwei Gespräche gleichzeitig

Bei vielen Smartphones gibt es für Anklopfen und Makeln inzwischen Knöpfe direkt im Anrufbildschirm. Die Ziffern-Befehle während des Gesprächs funktionieren nicht auf jedem Gerät, die Codes zum Ein- und Ausschalten dagegen fast überall.

Teil 4 · PIN, PUK und Rufsperren

Sicherheit: PIN ändern, gesperrte SIM entsperren, Auslandsanrufe sperren.

PIN und PUK

Vorsicht mit der PUK: Nach zehn falschen PUK-Eingaben ist die SIM-Karte endgültig unbrauchbar. Die PUK steht auf der Plastikkarte, auf der die SIM geliefert wurde, oder im Kundenportal deines Anbieters. Wer sie nicht findet, kommt mit Ausweis zu uns in den Shop, wir helfen beim Anbieter weiter.

Rufsperren (nicht bei Prepaid)

Teil 5 · Nur für Telekom-Kunden

Guthaben, Aufladen und MultiSIM per Code.

Anders als die GSM-Codes oben sind die folgenden sogenannten USSD-Codes anbieterspezifisch. Sie gelten für Telekom-Verträge, bei Vodafone, o2 oder Discountern heißen die Codes anders.

Telekom-USSD-Codes

Die Direktaufladung per Code (*102*PIN2*…#) funktioniert laut Telekom nur noch für Verträge, die dafür bereits registriert sind, neu anmelden lässt sie sich nicht mehr. Wer zwei Geräte an einem Vertrag nutzt, sollte außerdem unseren Beitrag zu iPhone Handoff und MultiSIM kennen.

greem-Einschätzung

Der häufigste Grund, warum Kunden mit „mein Handy klingelt nicht mehr" zu uns kommen.

In neun von zehn Fällen ist es eine vergessene Rufumleitung, oft auf die Mobilbox, eingerichtet vor Monaten im Urlaub. *#21# zeigt es sofort, ##002# behebt es. Und *#06# sollte jeder einmal gemacht und die Nummer abfotografiert haben. Die vollständige Liste als Nachschlagewerk haben wir auch in unser Mobilfunk-Lexikon übernommen. Wenn ein Code bei dir nicht funktioniert, bring das Handy vorbei, wir schauen es uns in allen sieben Shops gemeinsam an.

Code funktioniert nicht?

In unseren 7 greem-Filialen im Rhein-Main-Gebiet prüfen wir Rufumleitungen, Sperren und SIM-Einstellungen direkt an deinem Gerät, egal bei welchem Anbieter. Ohne Termin.

Zum nächsten greem-Shop

Quellen und Hinweise: Alle Codes nach der Übersicht „Steuercodes – Alle GSM-Codes im Überblick" der Telekom Deutschland GmbH, Stand 07/2024: Abfrage der eigenen Rufnummer, Rufumleitungen (setzen, löschen, reaktivieren, Status), Rufnummernanzeige CLIP/CLIR, Anklopfen, Halten und Konferenz, PIN/PUK/PIN2, IMEI, Rufsperren mit voreingestelltem Passwort 7777, Mobilbox-Kürzel 3311 sowie die Telekom-USSD-Codes für MultiSIM, Guthabenabfrage und Aufladung einschließlich des Hinweises zur Direktaufladung. Die Telekom kennzeichnet einzelne Codes als netz- oder geräteabhängig. Die GSM-Steuercodes sind ein Mobilfunkstandard und funktionieren in der Regel bei allen Netzbetreibern; Abweichungen je Anbieter, Tarif und Gerät sind möglich. Die USSD-Codes in Teil 5 gelten nur für Telekom-Verträge. Der Hinweis zur Sperrung nach zehn falschen PUK-Eingaben ist allgemeines Wissen und keine Angabe der Quelle. Die Titelgrafik wurde von greem erstellt. Alle Angaben ohne Gewähr. Änderungen, Irrtümer und Abweichungen vorbehalten. Das verbindliche Angebot erfolgt ausschließlich im Shop mit allen rechtlichen Informationen. Inhalte können teilweise KI-generiert sein.