Es gibt Unpacked-Events, die bringen ein bisschen mehr Akku und eine neue Farbe. Und es gibt welche, die zeigen, wohin die Reise geht. Das diesjährige gehört zur zweiten Sorte: Mit dem Galaxy Z Fold 8 traut sich Samsung erstmals seit Jahren an das Grundformat des Foldables – und mit den Galaxy Glasses steigt die Marke offiziell in einen völlig neuen Produktbereich ein. Zwei Geräte, ein gemeinsamer Nenner: Beide wollen zeigen, dass Hardware noch nicht ausgereizt ist.
Teil 1 · Das Falthandy
Galaxy Z Fold 8: breiter, dünner, endlich alltagstauglicher.
Die spannendste Änderung am Z Fold 8 sieht man erst auf den zweiten Blick – und dann nicht mehr weg. Samsung hat das Seitenverhältnis überarbeitet: Das Außendisplay ist kürzer und breiter geworden, was das zusammengeklappte Handy weniger nach „schmalem Fernbedienungs-Riegel“ und mehr nach normalem Smartphone anfühlen lässt. Aufgeklappt sorgt dasselbe Prinzip für ein breiteres, tablettigeres Innendisplay. Genau die Kritik der letzten Jahre – „außen zu schmal, innen zu quadratisch“ – geht Samsung damit direkt an.
Unter der Haube arbeitet der neue Snapdragon 8 Elite Gen 5, dazu kommt das dünnere, straffer laufende Scharnier – der Knick in der Displaymitte ist noch einmal flacher geworden. In der Hand wirkt das Gerät dadurch weniger wie ein technisches Statement und mehr wie ein Handy, das man einfach benutzt. Genau das ist der Punkt: Foldables werden erwachsen, wenn sie aufhören, sich wie Prototypen anzufühlen.
- Neues „Wide“-Format: kürzeres, breiteres Außendisplay, breiteres Innendisplay – weniger Kompromiss beim geschlossenen Nutzen.
- Displays: 7,6″ innen, 5,5″ außen, beide 120 Hz, innen bis 3.000 nits.
- Leistung & Akku: Snapdragon 8 Elite Gen 5, 5.000 mAh, 45 W kabelgebundenes Laden.
- Kamera: Dreifach-Setup mit neuer 50-MP-Ultraweitwinkel-Kamera.
- Verarbeitung: dünneres Scharnier, flacherer Knick, kompaktere Bauweise.
- Preis & Start: vorgestellt auf der Unpacked in London (22. Juli 2026), international ab rund 1.900 US-Dollar. Deutscher Preis und Liefertermin folgen.
Bleibt die ehrliche Einordnung, die man bei Foldables nie vergessen sollte: Es ist und bleibt ein Premium-Gerät. Wer ein solides Alltagshandy sucht, bekommt für die Hälfte hervorragende Geräte. Aber wer den großen Bildschirm in der Hosentasche wirklich will – zum Lesen, für zwei Apps nebeneinander, für Notizen –, für den ist das Z Fold 8 die bisher rundeste Version dieser Idee.
Teil 2 · Die Brille
Galaxy Glasses: Samsungs Antwort auf die smarte Brille.
Der zweite Star des Abends sitzt nicht in der Hosentasche, sondern auf der Nase. Mit den Galaxy Glasses steigt Samsung offiziell in den Markt der smarten Brillen ein – dem Bereich, in dem Meta mit seinen Ray-Ban-Modellen bisher den Ton angibt. Und Samsung geht das Thema erkennbar ernst an: Die Brille läuft auf Android XR und hat den KI-Assistenten Gemini fest an Bord.
Das Grundprinzip ist wie bei der Konkurrenz: keine klobige VR-Brille, sondern eine Brille, die man tatsächlich tragen würde. In den Bügeln stecken Mikrofone und Lautsprecher für Anrufe, Musik und Sprachbefehle, dazu berührungsempfindliche Flächen am Rahmen für Tippen und Wischen. Über Gemini lassen sich Fragen stellen, Nachrichten vorlesen oder das Smart Home steuern – freihändig, ohne zum Handy zu greifen.
- Plattform: Android XR mit integriertem KI-Assistent Gemini.
- Bedienung: Mikrofone, Lautsprecher und Touch-Flächen am Bügel – Sprache, Tippen, Wischen.
- Funktionen: Anrufe, Musik, Vorlesen von Nachrichten, Navigation und Smart-Home-Steuerung.
- Ökosystem: spielt mit Galaxy-Geräten wie dem Z Fold und der Galaxy Watch zusammen.
- Design: in Zusammenarbeit mit den Brillenmarken Gentle Monster und Warby Parker – bewusst alltagstauglich statt technisch.
- Marktstart: für August 2026 angekündigt.
Der klügste Zug ist dabei nicht die Technik, sondern die Design-Partnerschaft. Samsung hat sich mit Gentle Monster und Warby Parker zwei echte Brillenmarken ins Boot geholt. Denn die entscheidende Frage bei smarten Brillen ist selten „Was kann sie?“, sondern „Setze ich sie freiwillig auf?“. Eine Brille, die aussieht wie eine Brille und nicht wie ein Gadget, hat diese Hürde schon halb genommen.
Noch früh – aber richtungsweisend
Man sollte fair bleiben: Smarte Brillen sind 2026 noch kein Massenprodukt, und auch die Galaxy Glasses werden das Thema nicht über Nacht in jede Jackentasche bringen. Aber sie sind ein deutliches Signal, dass der nächste große Gerätetyp nach dem Smartphone ernsthaft Fahrt aufnimmt – und dass Samsung dabei vorne mitspielen will.
greem-Einschätzung
Zwei Blicke in die Zukunft – und ein ehrlicher Rat.
Das Z Fold 8 ist die bislang alltagstauglichste Foldable-Generation, und die Galaxy Glasses zeigen, wohin die Reise nach dem Smartphone geht. Beides ist spannend – und beides ist Premium. Unser Rat bleibt derselbe wie immer: Nicht das Neueste kaufen, weil es neu ist, sondern das, was zu dir passt. Wenn dich das Falthandy reizt, halte es bei uns erst mal selbst in der Hand, bevor du dich entscheidest. Und sobald die Galaxy Glasses in Deutschland verfügbar sind, sagen wir dir ehrlich, ob sie in deinem Alltag mehr sind als ein cooles Extra.
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Zum nächsten greem-ShopQuellen: Samsung Galaxy Unpacked (London, 22. Juli 2026); Hands-on-Videos zum Galaxy Z Fold 8 und den Galaxy Glasses; Fachberichterstattung (u. a. SamMobile, 9to5Google, GSMArena). Technische Daten, Preise und Termine nach Herstellerangaben bzw. zum Redaktionszeitpunkt bekannten Informationen; internationale Preisangaben in US-Dollar, deutsche Preise und Verfügbarkeit können abweichen. Alle Angaben ohne Gewähr.