Der Markt auf einen Blick

Das Marktforschungsunternehmen Counterpoint Research hat die Smartphone-Verkaufszahlen für Europa im ersten Quartal 2026 ausgewertet – und das Ergebnis ist eindeutig: Der Markt schrumpft. Insgesamt wurden 6 % weniger Smartphones verkauft als im Vorjahreszeitraum.

Das klingt dramatischer als es ist. Denn hinter dem Gesamtrückgang verstecken sich sehr unterschiedliche Entwicklungen bei den einzelnen Herstellern – und ein spezifischer Effekt, der den Markt verzerrt hat.

−6 %
Markt gesamt Q1 2026
Samsung
−12 % · 30 % Marktanteil
Apple
+7 % · 30 % Marktanteil

Wer verliert, wer gewinnt – und warum

Samsung und Apple teilen sich mit je 30 % Marktanteil aktuell die Spitze in Europa – ein ungewöhnliches Bild, denn Samsung war jahrelang klarer Marktführer. Dahinter folgen Xiaomi (17 %), Oppo (6 %) und Honor (4 %).

Samsung
30 % −12 %
Apple
30 % +7 %
Xiaomi
17 % −11 %
Oppo
6 % −8 %
Honor
4 % −4 %

Der Samsung-Effekt: Warten auf das Galaxy S26

Samsungs zweistelliges Minus klingt alarmierend – hat aber einen konkreten, messbaren Grund: Das Galaxy S26 kam später auf den Markt als sein Vorgänger. Viele Käufer, die eigentlich im ersten Quartal ein neues Flaggschiff haben wollten, haben einfach gewartet. Diese aufgestaute Nachfrage wird sich im zweiten Quartal 2026 in Samsungs Zahlen widerspiegeln.

Das ist kein strukturelles Problem für Samsung, sondern ein klassischer Kalendereffekt. Wer jetzt ein Galaxy S26 kauft, bekommt ein starkes Gerät – und die Analysten erwarten entsprechend, dass Samsung im Q2 deutlich aufholt.

Timing-Effekte können Quartalszahlen erheblich verzerren. Ein schlechtes Quartal bedeutet nicht zwingend ein schlechtes Produkt.

Apple wächst – dank Osteuropa

Apple ist der einzige der großen Hersteller, der im ersten Quartal zulegen konnte. Das Plus von 7 % verdankt das Unternehmen laut Counterpoint Research vor allem der starken Nachfrage in Osteuropa. In Märkten wie Polen, Tschechien und Rumänien wächst die iPhone-Basis spürbar – ein Trend, der sich in den letzten Jahren konstant zieht.

Westeuropa war für Apple vergleichsweise stagnierend. Das zeigt: Wachstum kommt aktuell nicht aus den gesättigten Kernmärkten, sondern aus Regionen, in denen der Premiumsegment-Anteil noch steigt.

Energiepreise und Lieferketten: Der Dauerdruck

Neben den herstellerspezifischen Faktoren belasten zwei strukturelle Themen den Markt weiterhin: hohe Energiekosten in der Produktion und anhaltende Engpässe bei Halbleitern. Das drückt die Margen der Hersteller und dämpft Kauflust, wenn Preissteigerungen auf die Endkunden durchgereicht werden.

Für Käufer bedeutet das: Der günstige Moment für ein Upgrade ist nicht immer sofort sichtbar. Wer flexibel ist und nicht auf den neuesten Chip warten muss, findet gerade im Mittelfeld sehr gute Angebote – weil Hersteller dort aktiv Lagerbestände abbauen.

Was das für deinen nächsten Handykauf bedeutet

Aus diesen Zahlen lassen sich drei klare Empfehlungen ableiten:

Warum ein unabhängiger Berater hier den Unterschied macht

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Wenn der Markt so unübersichtlich ist wie gerade, ist genau das der Vorteil eines lokalen, unabhängigen Fachhändlers: Du bekommst eine Empfehlung, die zu deiner Nutzung passt – nicht zu einer Hersteller-Quartalsplanung.

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Quelle: Telecom Handel, Mai 2026 – Verkäufe von Smartphones in Europa brechen ein. Datenbasis: Counterpoint Research, Q1 2026.