Was gerade bei der Telekom passiert
Seit Ende April 2026 befindet sich die Deutsche Telekom im größten Arbeitskampf seit Jahren. Die Gewerkschaft ver.di fordert für rund 70.000 tarifgebundene Beschäftigte eine Entgelterhöhung von 6,6 Prozent – bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Dazu kommen ein Mitgliederbonus von 660 Euro jährlich sowie höhere Ausbildungsvergütungen.
Die Telekom hat nach zwei ergebnislosen Runden zwar erstmals ein Angebot vorgelegt – aber eines, das ver.di als „vage, unvollständig und angesichts der langen Laufzeit ganz unzureichend" bezeichnet. Das Hauptproblem: Die Telekom will eine Laufzeit bis Ende 2028. ver.di besteht auf 12 Monaten. Beide Seiten liegen weit auseinander. Die vierte und bislang letzte geplante Verhandlungsrunde fand am 26. und 27. Mai 2026 in Berlin statt – ohne abschließendes Ergebnis.
„Vorstände heben die Leistung hervor, doch die Beschäftigten vermissen die Anerkennung in der Tarifrunde." — Pascal Röckert, Arbeitskampfleiter ver.di
Die Zahlen sprechen für sich
Die Chronologie des Streiks
Was das konkret für Kunden bedeutet
Ein Tarifkonflikt auf dieser Größenordnung macht sich an konkreten Stellen bemerkbar – und das spüren auch Kunden, die täglich mit der Telekom in Kontakt stehen:
Ein offenes Wort von uns
Wir sind ein unabhängiger Telekom-Partner. Das bedeutet: Wir betreiben unsere acht Shops, beraten unsere Kunden, schließen Verträge ab – aber wir sind kein Teil der Telekom AG und haben keinen Einfluss auf deren interne Abläufe, Personal- oder Tarifpolitik.
Was wir aber täglich merken: Wenn die Telekom-Hotlines stundenlang belegt sind, können auch wir nicht einfach „mal kurz nachfragen". Wenn Buchungs- und Abrechnungssysteme träge laufen oder Vorgänge hängen bleiben, weil die Kollegen im Hintergrund streiken – dann stehen auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor dem Kunden und können keine magische Lösung aus dem Hut zaubern.
Das ist für alle frustrierend. Für euch als Kunden. Und ehrlich gesagt auch für uns.
Unsere Teams in den Shops geben täglich ihr Bestes. Sie improvisieren, sie rufen mehrfach an, sie suchen Umwege. Aber sie können keine Systeme entsperren, die von Streikenden verwaltet werden, und keine Leitungen freischalten, die wegen Personalmangels niemand bearbeitet. Das liegt schlicht nicht in ihrer Hand.
Wenn also gerade etwas länger dauert als gewohnt, wenn ein Vorgang nicht sofort abgeschlossen werden kann oder eine Anfrage auf sich warten lässt: Bitte gebt unseren Mitarbeitern die Chance, es zu lösen – und nicht die Schuld dafür, dass es dauert. Sie kämpfen genauso mit der Situation wie ihr.
Was wir trotzdem für euch tun
Auch unter diesen Bedingungen versuchen wir, so viel wie möglich zu ermöglichen. Das bedeutet konkret:
- Wir notieren alle offenen Vorgänge und melden uns, sobald wir etwas klären können
- Bei dringenden Anliegen suchen wir aktiv nach alternativen Wegen – auch wenn die normale Hotline nicht erreichbar ist
- Für alles, was nicht direkt von der Streikauswirkung abhängt, sind wir wie gewohnt für euch da: Beratung, Gerätekauf, Vertragsverlängerung
- Wir halten euch informiert, wenn sich die Lage verändert
Wann ist das vorbei?
Das wissen wir ehrlich gesagt nicht. Nach vier Verhandlungsrunden ist noch keine Einigung in Sicht. Wenn die Gespräche erneut scheitern, droht eine weitere Eskalation: Schlichtungsverfahren, Urabstimmung oder sogar ein unbefristeter Vollstreik wären die nächsten möglichen Schritte.
Wir beobachten die Lage genau und werden hier auf dem Blog berichten, sobald sich etwas Grundlegendes ändert – oder eine Einigung erzielt wird.
Wir bitten um euer Verständnis und eure Geduld. Unsere Mitarbeiter können nichts für diesen Konflikt – aber sie geben jeden Tag alles, um ihn für euch so wenig spürbar wie möglich zu machen.
Trotzdem ein Anliegen? Wir sind da.
Kommt einfach in einen unserer Shops – wir schauen gemeinsam, was wir für euch tun können.
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