Zwei Meldungen aus der vergangenen Woche, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben: Vodafone meldet den Stand seines Festnetzausbaus, Apple ändert die Regeln für Apps in der EU. Beide tragen eine große Prozentzahl in der Überschrift. Und bei beiden bedeutet diese Zahl im Alltag etwas anderes, als sie zunächst verspricht. Wir gehen sie der Reihe nach durch.

Thema 1 · Netzausbau

76 Prozent – aber 76 Prozent wovon?

Vodafone gibt an, inzwischen 31,3 Millionen Haushalte in Deutschland mit gigabitfähigen Anschlüssen zu erreichen. Das entspricht rund 76 Prozent aller Haushalte. Die Zahl teilt sich auf in 16,1 Millionen über das Kabelnetz und 15,2 Millionen über Glasfaser.

76 %
der Haushalte gigabitfähig erreichbar
31,3 Mio
Haushalte insgesamt
16,1 Mio
davon über das Kabelnetz
15,2 Mio
davon über Glasfaser

Der Punkt, auf den es ankommt: „Gigabitfähig erreichbar" heißt verfügbar, nicht gebucht und auch nicht angeschlossen. Die Zahl sagt aus, wie viele Haushalte einen solchen Anschluss bestellen könnten – nicht, wie viele tatsächlich einen haben. Und sie sagt schon gar nichts darüber, was bei dir zu Hause ankommt.

Diese Unterscheidung ist keine Haarspalterei. Wir erleben regelmäßig, dass jemand mit genau so einer Meldung in den Laden kommt und sagt: „Bei uns gibt es doch jetzt Gigabit." Und dann stellt sich heraus, dass zwar die Straße erschlossen ist, der Anschluss ins Haus aber noch fehlt – oder dass die verfügbare Technik am eigenen Anschluss eine ganz andere ist als gedacht.

Interessant ist außerdem die Aufteilung: Mehr als die Hälfte der 31,3 Millionen läuft über das Kabelnetz, nicht über Glasfaser. Kabel liefert hohe Downloadgeschwindigkeiten, ist aber technisch etwas anderes als eine Glasfaser bis in die Wohnung – besonders beim Upload und bei der Frage, wie viele Haushalte sich einen Strang teilen.

Wie es mit dem Zugang zu fremden Glasfasernetzen weitergeht, haben wir vor Kurzem hier aufgeschrieben – dort geht es um den Gesetzentwurf, der Netzbetreiber künftig zu Verhandlungen verpflichten soll.

Thema 2 · App Store

Apple ändert die EU-Regeln – zum 1. Oktober.

Apple passt seine Geschäftsbedingungen für Apps in der EU an. Die Änderungen greifen ab dem 1. Oktober 2026 und gehen auf den langen Streit mit der Europäischen Kommission über Entwicklergebühren, alternative Vertriebswege und Bezahlmöglichkeiten zurück.

Für Entwickler wird das Modell umgebaut: Aus der bisherigen Core Technology Fee wird eine Core Technology Commission. Je nach Vertriebsweg fallen unterschiedliche Sätze an – 5 Prozent für digitale Umsätze bei Apps, die außerhalb des App Store vertrieben werden, 26 Prozent bei Nutzung von Apples eigenem Bezahlweg, 15 Prozent für die meisten Entwickler und bestimmte Programme. Wer eine Variante wählt, muss sie zwölf Monate lang beibehalten.

Und was heißt das für dich als Nutzer?

Der letzte Punkt ist uns wichtig, weil rund um solche Meldungen schnell Verunsicherung entsteht. Es muss niemand etwas tun, nichts umstellen und nichts kündigen. Wer bisher Apps über den App Store gekauft hat, kann das weiterhin genau so tun.

greem-Einschätzung

Große Zahlen sind selten die Antwort auf deine Frage.

Beide Meldungen sind für die Branche relevant und werden entsprechend breit zitiert. Für dich zu Hause zählt aber etwas anderes: Was ist an deiner Adresse tatsächlich schaltbar, und was kostet es dich am Monatsende? Das steht in keiner Pressemitteilung – das muss man für den einzelnen Anschluss nachsehen. Genau dafür sitzen wir in den Läden.

Was geht an deiner Adresse wirklich?

Komm in einer unserer 7 greem-Filialen im Rhein-Main-Gebiet vorbei. Wir prüfen für deinen Anschluss, welche Technik und welche Anbieter dort verfügbar sind – anbieterneutral und ohne Prozentzahlen.

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Quellen: Berichte von Telecom Handel vom 19. August 2026 zum Stand des Vodafone-Festnetzausbaus sowie zu den angepassten App-Geschäftsbedingungen von Apple in der EU, abgerufen am 26. August 2026. Die genannte Reichweite bezeichnet gigabitfähig verfügbare Anschlüsse, nicht gebuchte oder geschaltete Verträge; die tatsächliche Verfügbarkeit ist adressabhängig. Die Apple-Änderungen gelten nach Angaben des Unternehmens ab 1. Oktober 2026; Konditionen und Programmbedingungen können sich ändern, maßgeblich sind allein die Bedingungen des Anbieters. Vodafone ist eine Marke der Vodafone GmbH, Apple und App Store sind Marken der Apple Inc.; wir sind unabhängiger Fachhandel. Dieser Beitrag ist eine allgemeine Einordnung und keine Rechtsberatung. Das Titelbild ist eine KI-generierte Darstellung. Alle Angaben ohne Gewähr. Änderungen, Irrtümer und Abweichungen vorbehalten. Das verbindliche Angebot erfolgt ausschließlich im Shop mit allen rechtlichen Informationen. Inhalte können teilweise KI-generiert sein.