Erst vor einem Tag hat der neue Deutschlandchef eine Konsolidierung des Marktes auf drei Netzbetreiber ins Gespräch gebracht. Jetzt folgte die Strategie, mit der Telefónica die eigene Lage verbessern will.
Teil 1 · Die Strategie
Worauf Telefónica künftig setzt.
Geschäftskunden.
o2 will sich stärker als Digitalisierungspartner für Unternehmen und öffentliche Auftraggeber aufstellen, besonders in Branchen mit hohem Digitalisierungsgrad wie Handel und Logistik. Dazu passen die neuen o2-Business-Tarife mit Sicherheitsfunktionen ab Werk, über die wir vergangene Woche geschrieben haben.
Partnergeschäft.
Bestehende Partnerschaften sollen ausgebaut, neue Kooperationen mit Industrie- und Technikunternehmen aufgebaut werden. Ein genanntes Beispiel ist Aldi Talk mit rund 10 Millionen Kunden, das über den Prepaid-Mobilfunk hinaus künftig auch Glasfaser und Fernsehen anbieten soll.
Künstliche Intelligenz.
KI soll in Produkte, Dienste und Abläufe wandern. Interessant ist die Arbeitsteilung, die Telefónica dabei beschreibt: Bei der Hauptmarke o2 soll der persönliche Kontakt im Vordergrund stehen, bei der günstigen Marke Blau übernimmt KI den Support. Vertrauen werde laut dem neuen Deutschlandchef Santiago Argelich Hesse zu einem der wichtigsten Wettbewerbsfaktoren, investiert werde deshalb in Netze, KI und Partnerschaften.
Teil 2 · Die Personalien
Schon der dritte Wechsel von o2 zu 1&1 in diesem Jahr.
Michael Kieninger, bis Ende Mai Geschäftsführer der Telefónica Germany Retail GmbH, wird zum 1. Oktober Vorstand für das Kundenmanagement bei der 1&1 Telecommunications SE. Er war über zehn Jahre bei o2 und verantwortete dort den Verkauf über Internet, Shops und Telefon für die Marken o2 und Blau.
Er ist nicht der Einzige: Hendrik Baumgarten ist zum 1. September Vertriebsvorstand bei 1&1 Versatel geworden, Tobias Juchmes wird zum 1. Oktober Finanzvorstand bei 1&1 und war zuvor ebenfalls Geschäftsführer der Telefónica Germany Retail.
greem-Einschätzung
Personalien ändern keinen Vertrag. Der Kurs beim Service schon.
Wer wo Vorstand wird, merkst du im Alltag nicht. Interessanter finden wir den anderen Punkt: Support per KI für die günstige Marke, Mensch für die teure. Das ist ehrlich gesagt genau die Entwicklung, wegen der Kunden zu uns kommen. Bei uns gibt es keine zwei Klassen, sondern in jeder Filiale dieselben Leute, egal welchen Tarif du hast. Und wenn du dich fragst, ob dein Anbieter bei all dem Umbau noch der richtige ist: Bring deinen Vertrag mit, wir vergleichen ihn ohne Drängeln mit dem, was es aktuell gibt.
Passt dein Vertrag noch?
In unseren 7 greem-Filialen im Rhein-Main-Gebiet vergleichen wir alle Netze und sagen dir ehrlich, ob sich ein Wechsel lohnt. Ohne Termin.
Zum nächsten greem-ShopQuellen und Hinweise: Strategieangaben nach dem Beitrag „Telefónica Deutschland definiert Geschäftsfelder der Zukunft“ von telecom-handel.de vom 28. September 2026, Grundlage ist ein Pressegespräch im o2 Tower in München. Personalien nach dem Beitrag „Michael Kieninger wechselt von o2 zu 1&1“ von telecom-handel.de vom 27. September 2026. Beide abgerufen am 29. September 2026. Das Zitat ist sinngemäß wiedergegeben. Die Nennung von Aldi Talk gibt die Planung von Telefónica wieder und ist keine Empfehlung von uns. Die Einschätzung am Ende ist unsere eigene Meinung. Titelbild: eigene Grafik von greem. Alle Angaben ohne Gewähr. Änderungen, Irrtümer und Abweichungen vorbehalten.