Was auf der it-sa gezeigt wird.
Am Dienstag, 27. Oktober, um 11 Uhr erklären Nima Baharian-Shiraz von Samsung und Aldo Izard Gosch von Deutsche Telekom Security in Halle 9, wie das Smartphone zur dienstlichen Identität wird. Der Titel des Vortrags: „Das Smartphone wird zur dienstlichen Identität“. Gemeint ist die gemeinsame Lösung Mobile ID: Digitale Identitäten liegen sicher auf dem Smartphone, und das Gerät übernimmt, was heute Zugangskarte und Passwort erledigen. Samsung nennt drei Einsatzfälle: das Arbeiten ohne Passwort, die digitale Signatur und den Zutritt zu Büroräumen.
Tuncay Sandikci, Director MX B2B bei Samsung, bringt es in der Pressemitteilung so auf den Punkt: „Die IT behält die Kontrolle über Zugänge und Geräte.“ Sicherheit müsse von Anfang an im Gerät verankert sein und sich zentral steuern lassen, ohne den Arbeitsalltag zu bremsen. Das ist der entscheidende Satz für kleine Betriebe, dazu gleich mehr.
Das Produkt dahinter: Magenta Security Mobile.ID.
Neu ist die Idee nicht. Die Telekom hat die Plattform bereits im Februar 2026 unter dem Namen Magenta Security Mobile.ID angekündigt, und zwar exklusiv mit Samsung als Partner. Laut Telekom soll das Smartphone damit Türen und Schranken öffnen, den Mitarbeiter am Laptop anmelden, E-Mails verschlüsseln, Dokumente signieren und bei Anrufen per grünem Haken anzeigen, dass der Anrufer wirklich der ist, für den er sich ausgibt. Die Verbindung zu Türleser und Rechner läuft über Bluetooth und NFC.
Der Kern der Sache sitzt in der Hardware: Schlüssel, Zertifikate und Ausweise werden auf einem eigenen Sicherheitschip im Gerät gespeichert, dem Secure Element. Der ist vom restlichen System getrennt und nach Angaben der Telekom von außen nicht zugänglich. Deshalb startet Mobile.ID zunächst nur mit ausgewählten Samsung-Geräten, die diesen Chip haben. Weitere Hersteller sollen folgen, Namen nennt die Telekom bisher nicht.
Zur Einordnung: Was auf der it-sa läuft, ist eine Messe-Vorführung mit Fachvortrag, keine Produktankündigung mit Preisliste. Die Telekom hat im Februar einen Marktstart für Geschäftskunden im Laufe des Jahres 2026 in Aussicht gestellt, zunächst nach einem Test mit eigenen Mitarbeitern. Preise, konkrete Gerätelisten und der Vertriebsweg über Partner sind öffentlich nicht genannt. Wir schreiben das so deutlich, weil wir Ihnen Mobile.ID heute nicht verkaufen können, sondern nur die Grundlage dafür.
Was das für einen Betrieb mit 5 bis 50 Mitarbeitern heißt.
Stellen Sie sich den Alltag in einem Handwerksbetrieb, einer Praxis oder einem Büro mit zwei Standorten vor. Heute gibt es dort Schlüssel oder Zugangskarten, dazu Passwörter für Laptop, E-Mail und Fachprogramm, und irgendwo einen Zettel, auf dem einige davon stehen. Geht eine Karte verloren, wird gesperrt oder im schlimmsten Fall das Schloss getauscht. Verlässt ein Mitarbeiter den Betrieb, müssen Karte, Schlüssel und alle Zugänge einzeln eingesammelt werden.
Mit einer Lösung wie Mobile.ID hängt all das am Diensthandy. Ein Gerät, ein zentraler Ort, an dem die IT oder Ihr Dienstleister Zugänge vergibt und entzieht. Verliert jemand das Handy, wird es aus der Verwaltung gesperrt, und damit sind Tür, Laptop und Signatur in einem Schritt dicht. Kommt ein neuer Mitarbeiter, bekommt er ein eingerichtetes Gerät und ist am ersten Tag überall drin.
Ehrlich ist aber auch: Für einen Betrieb mit fünf Leuten, einer Haustür und einem gemeinsamen Büro ist das mehr Technik, als er braucht. Spannend wird es ab dem Punkt, an dem mehrere Standorte, Außendienst, wechselnde Mitarbeiter oder Unterlagen mit hohen Datenschutzanforderungen zusammenkommen. Und die Tür muss mitspielen: Wer eine mechanische Schließanlage hat, öffnet sie auch mit dem besten Smartphone nicht. Ein elektronisches Zutrittssystem mit Lesern für NFC oder Bluetooth ist Voraussetzung.
Was Sie dafür brauchen.
Drei Bausteine gehören zusammen, und zwei davon können Sie heute schon aufbauen:
Samsung-Geschäftskundengeräte mit Knox. Mobile.ID setzt auf das Secure Element ausgewählter Samsung-Geräte und auf Samsung Knox als Sicherheitsplattform. Wer seine Dienstgeräte ohnehin erneuern will, sollte deshalb auf Galaxy-Modelle setzen, die Samsung für den geschäftlichen Einsatz vorsieht. Welche Modelle genau für Mobile.ID freigegeben sind, hat die Telekom bisher nicht veröffentlicht. Wir fragen das für Sie nach, sobald eine Liste vorliegt.
Ein Telekom-Geschäftskundenvertrag. Mobile.ID ist ein Produkt der Deutschen Telekom Security für Geschäftskunden. Business-Mobilfunktarife der Telekom für Ihre Mitarbeiter sind der naheliegende Unterbau, und die bekommen Sie bei uns heute, inklusive Beratung dazu, welche Geräte und welche Vertragslaufzeit zu Ihrem Betrieb passen.
Eine Geräteverwaltung. Der Satz von Samsung, dass die IT die Kontrolle behält, gilt nur, wenn es eine zentrale Verwaltung gibt, die Geräte einrichtet, Zertifikate verteilt und im Notfall sperrt. Für Samsung-Geräte liefert Samsung dafür die Knox-Werkzeuge. Viele kleine Betriebe haben so etwas noch nicht und kaufen Handys bisher wie Privatgeräte. Genau hier lohnt sich ein Gespräch, ganz unabhängig von Mobile.ID: Eine Geräteverwaltung schützt Ihre Firmendaten schon heute, wenn ein Handy verloren geht.
Knox Native und VS-NfD: gut zu kennen, kein Thema für den Alltag.
Der zweite Samsung-Vortrag am Mittwoch, 28. Oktober, um 14 Uhr richtet sich an Behörden und Betreiber kritischer Infrastrukturen. Dort geht es um Samsung Knox Native, eine hardwarebasierte Sicherheitslösung, mit der sich Verschlusssachen der Stufe VS-NfD, also „Verschlusssache, nur für den Dienstgebrauch“, auf dem Smartphone verarbeiten lassen. Mit auf der Bühne steht Stefan Kirchner vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, dem BSI.
Das BSI stellt dort seinen STARK-Prozess vor. Er bewertet Apps von Drittanbietern strukturiert darauf, ob sie für den Einsatz mit VS-NfD-Daten taugen. Behörden bekommen damit eine einheitliche Grundlage für die Frage, welche Anwendung auf ein Dienstgerät darf und welche nicht. Für Ihren Betrieb ist das nur dann unmittelbar wichtig, wenn Sie als Zulieferer oder Dienstleister für eine Behörde mit solchen Unterlagen arbeiten. Für alle anderen ist es ein gutes Zeichen: Der Sicherheitschip, auf dem Behörden ihre Verschlusssachen verarbeiten, ist derselbe Baustein, der in ausgewählten Galaxy-Modellen auch Ihre Zugänge schützen soll.
greem Einordnung
Wir verkaufen Ihnen heute keine Mobile.ID, sondern die Grundlage dafür.
Was auf der it-sa gezeigt wird, ist eine Vorführung. Preise, Gerätelisten und der Weg über Partner-Shops sind offen, und wir versprechen Ihnen nichts, was wir nicht liefern können. Was wir heute können: Samsung-Geräte für den geschäftlichen Einsatz, Telekom-Business-Tarife für Ihr Team und eine ehrliche Beratung dazu, ob und wie eine Geräteverwaltung in Ihren Betrieb passt. Damit sind Sie vorbereitet, wenn das Smartphone als Schlüssel bestellbar wird. Sobald Mobile.ID über den Partnervertrieb kommt, erfahren Sie es hier im Blog.
Geräte, Tarife und Geräteverwaltung aus einer Hand.
In unseren Telekom Partner Shops in Mühlheim am Main und in Neu-Isenburg im Isenburg-Zentrum beraten wir Sie zu Samsung-Geschäftskundengeräten, Telekom-Business-Tarifen und zur Verwaltung Ihrer Dienstgeräte. Ab November auch in Rodgau-Dudenhofen. Ohne Termin oder mit, ganz wie Sie möchten.
Zum nächsten greem-ShopQuellen und Hinweise: Roland Bernhard, „Samsung und Telekom machen das Smartphone zum digitalen Schlüssel“, telecom-handel.de, 26. Oktober 2026. Samsung Newsroom Deutschland, „Samsung auf der it-sa 2026: Wenn das Smartphone zum digitalen Schlüssel wird“, news.samsung.com, 26. Oktober 2026, mit den Vortragsterminen, Referenten und dem Zitat von Tuncay Sandikci. Deutsche Telekom, Medieninformation „Telekom macht Smartphones zum universalen Schlüssel“, telekom.com, 19. Februar 2026, mit Funktionsumfang, Secure Element und dem angekündigten Marktstart. Preise, freigegebene Gerätemodelle und der Vertriebsweg über Partner sind in keiner der Quellen genannt. Samsung, Galaxy und Knox sind Marken von Samsung Electronics, Magenta Security Mobile.ID ist eine Marke der Deutschen Telekom. Titelbild: Pressebild der Deutschen Telekom. Alle Angaben ohne Gewähr. Änderungen, Irrtümer und Abweichungen vorbehalten.