Die Kurzfassung: Der IT-Sicherheitsanbieter Kaspersky warnt vor gefälschten Verkaufsseiten für das iPhone Duo. Eine davon lockt mit 25 Prozent Rabatt und einem Countdown, andere versprechen Vorbestellungen. Solche Seiten wurden laut Kaspersky weltweit gefunden, auch in Deutschland. Ab dem 20. November 2026 gilt ein neues Verbraucherkreditrecht: Auch zinslose Kredite und Beträge unter 200 Euro fallen dann darunter, also etwa „in 30 Tagen bezahlen“ über PayPal, der Rechnungskauf über Klarna und der Handy-Ratenkauf zu 0 Prozent. Und laut Bitkom nutzen 32 Prozent der Haustierbesitzer mindestens ein smartes Gerät für ihr Tier, am häufigsten einen GPS-Tracker.

25 %
Rabatt aufs iPhone Duo verspricht ein gefälschter Shop, mit 30-Minuten-Countdown
20.11.
Ab diesem Tag gelten 0-Prozent-Raten und „später bezahlen“ als Kredit
14 Tage
kannst du einen Kredit widerrufen, auch einen zu 0 Prozent und auch im Laden
32 %
der Haustierbesitzer nutzen schon smarte Technik für ihr Tier

Tipps & Ratgeber

Gefälschte iPhone-Duo-Shops: 25 Prozent Rabatt, ein Countdown und am Ende sind deine Daten weg

Das iPhone Duo ist seit dem 23. Oktober im Handel, und wer heute bestellt, wartet laut den bisherigen Angaben bis in den Januar. Wie knapp das Gerät ist, haben wir zum Verkaufsstart beschrieben. Genau diese Knappheit machen sich Betrüger zunutze. Der IT-Sicherheitsanbieter Kaspersky hat gefälschte Verkaufs- und Vorbestellseiten entdeckt, die das Falthandy anbieten. Gefunden wurden sie laut Kaspersky weltweit, auch in Deutschland. teltarif.de hat die Warnung am 24. Oktober zusammengefasst.

Eine der Seiten ist im Design an Apple angelehnt und bietet das iPhone Duo mit 25 Prozent Rabatt an. Bei einem Preis ab 2.299 Euro wären das rund 575 Euro weniger, ein Angebot, das Apple selbst nicht macht. Ein eingeblendeter Countdown behauptet, das Angebot gelte nur noch 30 Minuten. Das soll dich zu einer schnellen Entscheidung drängen. Zahlungsdaten fragt die Seite zunächst gar nicht ab, nur Kontakt- und Lieferdaten. Später soll sich ein angeblicher Mitarbeiter melden. Laut Kaspersky ist das der Einstieg: Erst wird Vertrauen aufgebaut, dann werden weitere persönliche Daten oder Zahlungsdaten abgegriffen, im schlimmsten Fall verlierst du Geld.

Andere Seiten setzen auf Vorbestellungen. Sie laufen in mehreren Sprachen und Währungen, zeigen die Funktionen des Geräts, damit alles echt wirkt, und versprechen, dich nach der Vorbestellung zur offiziellen Apple-Seite weiterzuleiten. Das passiert laut Kaspersky nicht. Bei einer Variante sollen Opfer in einen Messenger wechseln und dort Telefonnummer und E-Mail-Adresse angeben. Kaspersky nennt inoffizielle Rabatte, Vorbestellungen und angebliche Verfügbarkeitsprüfungen deshalb ausdrücklich als Warnsignale.

So erkennst du einen Fake-Shop, nach den Tipps von Kaspersky

Unsere Einordnung: Ein neues Spitzengerät kaufst du am sichersten bei Apple selbst, bei deinem Netzbetreiber oder bei einem Händler, den du kennst und notfalls auch persönlich erreichst. Wer dir das iPhone Duo in diesen Wochen deutlich günstiger und sofort lieferbar verspricht, hat sehr wahrscheinlich keins. Hast du auf einer solchen Seite schon Daten eingegeben, ändere die betroffenen Passwörter, sag deiner Bank Bescheid, wenn Zahlungsdaten dabei waren, und sei bei Anrufen oder Nachrichten angeblicher Shop-Mitarbeiter besonders misstrauisch. Wie eine ähnliche Masche bei WhatsApp funktioniert, steht in unserem Beitrag zum WhatsApp-Kontoklau.

Branche & Markt

Ab 20. November: „Später bezahlen“ und 0-Prozent-Raten zählen als Kredit

Frau am Wohnzimmertisch prüft eine Rechnung, daneben Taschenrechner, Tee, Briefe und eine Bankkarte

Wer später zahlt, zahlt trotzdem. Ab 20. November schützt das Gesetz dabei mehr als bisher. KI-generierte Illustration.

In knapp vier Wochen tritt das neue Verbraucherkreditrecht in Kraft. Das Gesetz vom 12. Mai 2026 setzt eine EU-Richtlinie um und gilt ab dem 20. November 2026. Der wichtigste Unterschied für dich: Bisher fielen nur Kredite unter die Schutzregeln, die etwas kosten, und kleine Beträge unter 200 Euro waren ausgenommen. Beides fällt weg. Künftig zählen auch zinslose und gebührenfreie Kredite und kleine Beträge. Ein Ratenkauf zu 0 Prozent gilt dann als Finanzierungshilfe mit denselben Pflichten. inside digital hat am 25. Oktober zusammengefasst, was das beim Bezahlen bedeutet.

Betroffen sind laut dem Bericht vor allem die beliebten „Später bezahlen“-Angebote. PayPals „Bezahlung nach 30 Tagen“ fällt unter das Gesetz, ebenso der Rechnungskauf über Klarna. Ausgenommen bleibt nur ein kostenloses Zahlungsziel, das der Händler selbst gewährt, bei großen Online-Händlern höchstens 14 Tage. Springt ein Dienst wie Klarna oder PayPal dazwischen, greift die Ausnahme nicht. Wie verbreitet das ist, zeigt eine Civey-Umfrage vom April, die inside digital zitiert: Jeder Sechste hat in den letzten zwölf Monaten online gekauft und später bezahlt.

Was sich ab 20. November für dich ändert

Und beim Handy? Kaufst du ein Gerät über einen eigenen Ratenkauf oder eine 0-Prozent-Finanzierung, ist das ab dem 20. November ein Kredit beziehungsweise eine Finanzierungshilfe, mit allen Rechten und Pflichten oben. Ob ein Gerät, das im Rahmen eines Laufzeitvertrags vergünstigt ist, ebenfalls darunter fällt, hängt davon ab, wie der Vertrag gestaltet ist. Das lässt sich nicht pauschal sagen. Merk dir vor allem einen Punkt, der viele überrascht: Im Laden gibt es beim normalen Kauf kein gesetzliches Widerrufsrecht, bei einem Kredit aber schon. Wir haben das in einem kurzen Video auf greemTV erklärt.

Unsere Einordnung: Für Kunden ist das neue Recht ein Gewinn. Es kostet ein paar Minuten mehr Papier, schützt aber davor, den Überblick über viele kleine offene Posten zu verlieren. Laut inside digital erwartet PayPal am Bildschirm nur kleine Änderungen. Wer schon mehrere offene Rechnungen hat, könnte die Später-Option aber häufiger nicht mehr angezeigt bekommen. Der erste große Test ist der Black Friday, eine Woche nach dem Stichtag.

Technik

GPS für den Hund, Trinkbrunnen mit App: Jeder dritte Haustierbesitzer nutzt smarte Technik

Fröhlicher Hund läuft über eine herbstliche Wiese am Dorfrand, im Hintergrund die Besitzerin

Wenn der Hund mal weiter läuft als geplant, hilft ein GPS-Tracker beim Wiederfinden. KI-generierte Illustration.

Am 23. Oktober hat der Digitalverband Bitkom eine Umfrage zu smarter Technik für Haustiere veröffentlicht. Ergebnis: 32 Prozent der Haustierbesitzer nutzen mindestens ein smartes Gerät für ihr Tier. Ganz vorne liegt der GPS-Tracker mit 13 Prozent, knapp dahinter intelligente Trinksysteme mit 12 Prozent. Smartes Spielzeug nutzen 9 Prozent, eine smarte Haustierklappe 6 Prozent, eine Kamera zur Überwachung 5 Prozent, smarte Futterautomaten 4 Prozent und das selbstreinigende Tierklo 3 Prozent.

Gerätnutzen schonkönnen es sich vorstellen
GPS-Tracker13 %26 %
Intelligentes Trinksystem12 %26 %
Smartes Spielzeug9 %18 %
Smarte Haustierklappe6 %23 %
Selbstreinigendes Tierklo3 %28 %

Das Potenzial ist deutlich größer als die heutige Nutzung: Gut jeder Vierte kann sich einen GPS-Tracker oder ein smartes Trinksystem vorstellen. 57 Prozent der Haustierbesitzer sagen, smarte Technik erleichtere den Alltag mit dem Tier, 31 Prozent glauben, so Gesundheit und Wohlbefinden besser im Blick zu behalten. Es gibt aber auch Vorbehalte: 63 Prozent halten es für falsch, die Pflege von Haustieren zu automatisieren, und 56 Prozent befürchten, dass die Nähe zwischen Mensch und Tier verloren geht. Dr. Sebastian Klöß, Leiter Märkte und Technologien beim Bitkom, sagt dazu: „Smarte Technik kann die persönliche Fürsorge ergänzen, aber nicht ersetzen.“ Für die Umfrage hat Bitkom Research 1.006 Personen ab 16 Jahren telefonisch befragt, darunter 436 Haustierbesitzer.

Unsere Einordnung: Beim GPS-Tracker lohnt ein genauer Blick vor dem Kauf. Viele Modelle zeigen den Standort über eine eigene SIM-Karte im Mobilfunknetz an und funktionieren nur mit einem Abo, das monatlich oder jährlich kostet. Andere sind reine Bluetooth-Anhänger, die nur in der Nähe anderer Handys geortet werden und für ein entlaufenes Tier auf dem Feld wenig taugen. Achte außerdem auf Akkulaufzeit, Gewicht am Halsband und darauf, ob das Gerät wasserdicht ist. Und prüf, wie gut das Netz dort ist, wo dein Tier unterwegs ist, denn ohne Empfang meldet auch der beste Tracker nichts.

Fazit: Was du jetzt tun solltest

Siehst du das iPhone Duo irgendwo deutlich billiger oder sofort lieferbar, kauf nicht und gib keine Daten ein. Bestell nur bei Apple, deinem Netzbetreiber oder einem Händler, den du kennst. Nutzt du PayPal, Klarna oder Ratenkäufe, rechne ab dem 20. November mit einer Bonitätsprüfung und mehr Informationen vor dem Kauf, und merk dir, dass du auch einen 0-Prozent-Kredit 14 Tage lang widerrufen kannst. Und überlegst du dir einen GPS-Tracker für dein Tier, vergleich vorher die Abokosten und den Empfang da, wo ihr unterwegs seid.

greem-Einschätzung

Wir verkaufen dir kein Schnäppchen, das keins ist. Wir sagen dir, was ein Gerät wirklich kostet und was du unterschreibst.

Bei uns hältst du das Gerät in der Hand, bevor du zahlst, und du weißt, wo du uns findest, wenn etwas nicht stimmt. Kaufst du ein Handy auf Raten, gehen wir den Vertrag mit dir Punkt für Punkt durch, auch die neuen Pflichtangaben ab dem 20. November, und erklären dir, was bei einem Widerruf passiert. Und fragst du nach einem Tracker für Hund oder Katze, rechnen wir mit dir die laufenden Kosten durch und schauen, welches Netz bei dir zu Hause und auf deiner Gassirunde am besten funkt.

Unsicher bei einem Angebot oder einem Vertrag?

Bring es einfach mit. Wir schauen es uns gemeinsam an, beraten herstellerneutral und erklären dir, worauf du achten musst. Komm in einen unserer Shops im Rhein-Main-Gebiet – kein Termin nötig.

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Quellen: teltarif.de, „iPhone Duo mit 25 Prozent Rabatt: Ist das seriös?“ (Alexander Kuch, 24. Oktober 2026, nach einer Warnung von Kaspersky); NCN Online, „Kaspersky warns about fake iPhone Duo sales schemes targeting premium buyers“ (25. Oktober 2026, mit den Tipps von Kaspersky); inside digital, „PayPal und Klarna: Das ändert sich ab dem 20. November beim Bezahlen“ (Blasius Kawalkowski, 25. Oktober 2026, mit Zahlen von Civey); Bundesgesetzblatt, Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2023/2225 über Verbraucherkreditverträge (BGBl. 2026 I Nr. 139, ausgefertigt am 12. Mai 2026, in Kraft ab 20. November 2026); Bitkom, „GPS für den Hund, Trinksystem für den Hamster und ein intelligentes Katzenklo“ (Presseinformation, 23. Oktober 2026). Die Angaben zum Kreditrecht sind eine allgemeine Information und keine Rechtsberatung. Ob ein einzelner Vertrag darunter fällt, hängt von seiner Gestaltung ab. Alle Angaben Stand 25. Oktober 2026, ohne Gewähr.