Was Revolut anbietet.
Der Tarif heißt Revolut Mobile und kostet 14,99 Euro im Monat, monatlich kündbar. Drin sind eine Telefon- und SMS-Flat in Deutschland, 120 GB Datenvolumen mit bis zu 100 Mbit/s, danach 2 Mbit/s, sowie 40 GB für die EU. Dazu kommen ein Messaging-Pass für über 140 Länder und digitale Extras. Aktiviert wird ausschließlich per eSIM in der App, die Rufnummer lässt sich mitnehmen. Das Angebot gilt nur für Revolut-Kunden und wird schrittweise freigeschaltet. Über den Fachhandel wird es nicht verkauft.
Wer ist eigentlich dein Vertragspartner? Nicht die Bank.
Hier wird es interessant. Wer den Tarif in der Revolut-App abschließt, hat seinen Handyvertrag gar nicht mit Revolut. Vertragspartner ist laut den Vertragsbedingungen die 1Global Germany Operations GmbH, die auch die Rechnungen stellt. Revolut tritt nur als Vermittler auf und übernimmt einige Verwaltungsaufgaben. Das Netz kommt von einem dritten Unternehmen, Telefónica. Drei Firmen, ein Vertrag. Unsere Frage: Wen rufst du an, wenn das Netz hakt, die Rufnummernmitnahme stockt oder die Rechnung nicht stimmt? Die Bank, die den Vertrag nur vermittelt hat? Den Plattformanbieter, dessen Namen kaum ein Kunde kennt? Oder den Netzbetreiber, mit dem du gar keinen Vertrag hast?
Bequem ist nicht gleich gut beraten.
Ein Handyvertrag ist mehr als ein Preis und eine Datenmenge. Passt das Netz an deinem Wohnort und an deinem Arbeitsplatz? Klappt der Umzug der eSIM vom alten auf das neue Handy? Was passiert mit deiner Rufnummer, wenn du das Bankkonto kündigst? Und wer hilft, wenn nach dem Wechsel plötzlich WhatsApp, Online-Banking oder die Zwei-Faktor-Anmeldung nicht mehr funktionieren? Genau diese Fragen stellt eine Banking-App nicht. Sie verkauft ein Produkt, sie berät nicht.
Dazu kommt ein Punkt, den man nüchtern sehen sollte: Wer Konto, Karte und Handyvertrag in einer einzigen App bündelt, legt alles in einen Korb. Das kann praktisch sein. Es kann aber auch heißen, dass ein Problem mit der App gleich zwei Lebensbereiche betrifft. Das sollte jeder für sich abwägen, bevor er auf Abschließen tippt.
Der Trend dahinter.
Revolut ist nicht allein. Auch N26 bietet über denselben Plattformanbieter einen Tarif an, dort kommt das Netz von Vodafone. Die Netzbetreiber verkaufen ihre Kapazität zunehmend an Firmen, deren Kerngeschäft gar nicht der Mobilfunk ist. Für die Branche ist das ein neuer Vertriebsweg. Für Kunden heißt es vor allem: Es wird unübersichtlicher, wer hinter einem Tarif steckt und wer im Ernstfall zuständig ist.
Unsere Meinung
Geld gehört zur Bank, der Handyvertrag zum Fachmann.
Der Preis allein ist nicht das Problem. Das Problem ist alles drumherum. Bei uns sitzt dein Ansprechpartner im Laden um die Ecke, nicht in einem Chatfenster. Wir prüfen vor dem Abschluss, welches Netz bei dir zu Hause und unterwegs wirklich funktioniert, vergleichen die Tarife mehrerer Netzbetreiber, richten die eSIM gemeinsam mit dir ein und kümmern uns um die Rufnummernmitnahme. Und wenn später etwas hakt, weißt du genau, wo du hingehst.
Lieber persönlich beraten als in der App geklickt?
In unseren greem-Filialen im Rhein-Main-Gebiet vergleichen wir Tarife und Netze mit dir und richten alles gemeinsam ein. Ohne Termin oder mit, ganz wie du willst.
Zum nächsten greem-ShopQuellen und Hinweise: Tarifangaben und Rollen der beteiligten Unternehmen nach dem Bericht „Wenn die Banking-App zum Mobilfunkshop wird“ von telecom-handel.de vom 14. Oktober 2026 (Autor: Roland Bernhard), abgerufen am 16. Oktober 2026. Die Einordnung in diesem Beitrag ist ein Kommentar und gibt die Meinung von greem wieder. Die gestellten Fragen sind Hinweise, was Kunden vor dem Abschluss klären sollten, und keine Tatsachenbehauptungen über das Angebot. Maßgeblich sind die Vertragsbedingungen des Anbieters. Titelbild: eigene Grafik von greem. Alle Angaben ohne Gewähr. Änderungen, Irrtümer und Abweichungen vorbehalten.