+224.000
neue Telekom-Vertragskunden im Quartal
−150.000
Mobilfunkverträge weniger bei 1&1 im Halbjahr
+61,1 %
höheres EBIT bei 1&1 – trotz Kundenverlust
17,5 %
der glasfaserfähigen Haushalte nutzen ihren Anschluss

Der 6. August war ein Zahlentag. Die Deutsche Telekom legte ihr zweites Quartal vor, 1&1 den Halbjahresbericht. Zwei sehr unterschiedliche Meldungen – und man versteht beide besser, wenn man sie nebeneinanderlegt.

Telekom: Der Mobilfunk trägt das Quartal

Das Deutschland-Geschäft der Telekom kam auf 6,51 Milliarden Euro Umsatz, ein Plus von 3,5 Prozent. Das bereinigte EBITDA AL stieg um 2,6 Prozent auf 2,67 Milliarden Euro.

Telekom DeutschlandQ2 2026Veränderung
Umsatz6,51 Mrd. EUR+3,5 %
Bereinigtes EBITDA AL2,67 Mrd. EUR+2,6 %
Mobilfunk-Vertragskunden28,15 Mio.+224.000
Breitbandanschlüsse15,08 Mio.−20.000
MagentaTV4,8 Mio.+25.000

224.000 neue Vertragskunden in drei Monaten sind die Zahl, die das Quartal trägt. Seit Jahresbeginn sind es 408.000, im Vorjahresvergleich 1,1 Millionen zusätzliche Kunden (+4,1 Prozent). Insgesamt zählt die Telekom in Deutschland 76,73 Millionen Karten – darin stecken allerdings auch Prepaid und M2M, also SIM-Karten in Maschinen, Fahrzeugen und vernetzten Geräten.

Beim Breitband ein Minus – und trotzdem Glasfaser-Wachstum

Auf den ersten Blick widersprüchlich: Die Breitbandanschlüsse gingen um 20.000 auf 15,08 Millionen zurück, während 161.000 reine Glasfaseranschlüsse neu hinzukamen.

Warum beides gleichzeitig stimmt

Das ist der praktischste Punkt des ganzen Zahlentags: Die Chance, dass an deiner Adresse längst Glasfaser liegt, ist höher, als die meisten denken. Gebaut wird schneller, als gebucht wird.

1&1: Weniger Kunden, mehr Ergebnis

Bei 1&1 liest sich die Meldung zunächst wie ein Rückschlag. Im ersten Halbjahr sank der Bestand an Mobilfunkverträgen um 150.000 – davon allein 100.000 im April. Der Gesamtvertragsbestand liegt bei 16,18 Millionen, der Mobilfunkbestand bei 12,33 Millionen. Beim Breitband ging es leicht nach oben: 3,85 Millionen Verträge, ein Plus von 10.000.

Und trotzdem sieht die Ergebnisseite besser aus als im Vorjahr:

1&1H1 2026Veränderung
Gesamtumsatz2,27 Mrd. EUR+1,6 %
Service-Umsatz1,80 Mrd. EUR−1,1 %
EBITDA382,7 Mio. EUR+5,1 %
EBIT111,3 Mio. EUR+61,1 %
Ergebnis je Aktie0,17 EURVorjahr: 0,04 EUR
Warum die Kunden weggingen

Auch die Investitionen gingen zurück: Der Cash-Capex sank von 266,9 auf 220 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr rechnet 1&1 mit einem EBITDA von rund 800 Millionen Euro nach 689 Millionen im Vorjahr und einem Cash-Capex von 500 bis 550 Millionen Euro. Für 2027 und 2028 stellt das Unternehmen ein jährliches EBITDA-Wachstum von etwa 100 Millionen Euro in Aussicht.

Das gemeinsame Muster

Auf den ersten Blick wächst die eine und schrumpft die andere. Tatsächlich machen beide dasselbe: Sie räumen ihr Portfolio auf und schauen stärker auf den Wert eines Vertrags als auf die reine Stückzahl.

Die Telekom sammelt Vertragskunden ein und schiebt beim Festnetz Kupferanschlüsse in Richtung Glasfaser. 1&1 nimmt die billigsten Tarife vom Markt und akzeptiert dafür, dass ein Teil der Kunden geht. In beiden Fällen steigt am Ende das, was pro Kunde hängen bleibt.

Für dich heißt das konkret: Die ganz billigen Einstiegstarife werden weniger und die Datenpakete werden neu zugeschnitten. Wer seinen Vertrag seit Jahren unverändert läuft, vergleicht gerade mit einem Markt, den es so nicht mehr gibt.

Und der Blick auf die Konzerne

Die großen Zahlen

Telekom-Chef Tim Höttges fasste sein Halbjahr so zusammen: „Unsere Geschäfte laufen weiter rund. Auch im ersten Halbjahr 2026 liefern alle Bereiche des Konzerns beeindruckendes Wachstum ab.“

greem-Einschätzung

Gute Konzernzahlen sagen nichts über deinen Vertrag.

Uns interessiert an solchen Meldungen weniger, wer gewonnen hat, sondern was sich für dich am Regal ändert. Und da sehen wir zwei Dinge: Erstens verschwinden die ganz billigen Tarife nach und nach, weil sie sich für die Anbieter nicht rechnen – wer heute vergleicht, vergleicht mit anderen Preisen als vor zwei Jahren. Zweitens liegt bei 13,6 Millionen Haushalten Glasfaser, genutzt wird sie von knapp jedem sechsten. Da liegt jede Menge Leitung ungenutzt in der Straße. Komm mit deiner Adresse und deiner letzten Rechnung vorbei – wir schauen gemeinsam nach, was verfügbar ist, und sagen dir ehrlich, ob sich ein Wechsel lohnt oder ob du bleiben solltest, wo du bist.

Liegt bei dir schon Glasfaser?

Wir prüfen deine Adresse und sagen dir, was tatsächlich verfügbar ist. Komm einfach in einen unserer Shops im Rhein-Main-Gebiet – kein Termin nötig.

Zum nächsten greem-Shop

Quellen: telecom-handel.de – „Mobilfunk stärkt Telekom-Geschäft in Deutschland“ und „1&1 verliert Mobilfunkkunden, steigert aber das Ergebnis“, beide von Roland Bernhard, 6. August 2026. Alle Quartals-, Halbjahres-, Kunden- und Prognosezahlen nach Telecom Handel bzw. den Unternehmen. Angaben ohne Gewähr.