Die Kurzfassung: Die Telekom bietet über die MeinMagenta-App drei Stromtarife von Rabot Energy an, zwei mit Preisgarantie, einen dynamischen mit Preisdeckel, dazu bis zu 350 Euro Wechselbonus. Vodafone-Kabelkunden mit gemieteter FRITZ!Box können ab FRITZ!OS 8.25 Updates selbst anstoßen. Samsung soll die Produktion im vierten Quartal laut einem koreanischen Medienbericht um 20 bis 30 Prozent kürzen, bestätigt ist das nicht. Und SpaceX kauft in den USA ein 800-MHz-Frequenzpaket, mit dem Starlink Mobile Handys direkt versorgen will, für Deutschland ändert sich dadurch erst einmal nichts.
Telekom
Strom aus der MeinMagenta-App: Was die Telekom mit Rabot Energy anbietet
Seit dem 1. Oktober findest du in der MeinMagenta-App unter „Magenta Moments“ etwas, das dort bisher nicht stand: Stromtarife. Die Telekom vermittelt sie, geliefert und abgerechnet wird der Strom vom Hamburger Anbieter Rabot Energy. Zur Wahl stehen laut Telekom-Medieninformation drei Tarife: zwei klassische Fixpreistarife mit 12 oder 24 Monaten Preisgarantie und ein dynamischer Tarif, dessen Preis sich an den kurzfristigen Börsenpreisen orientiert. Beim dynamischen Tarif zahlst du wenig, wenn viel Wind- und Sonnenstrom im Netz ist, und mehr, wenn es knapp wird. Damit das nicht aus dem Ruder läuft, deckelt Rabot den Preis je Kilowattstunde für zwölf Monate nach oben.
Zum Start gibt es einen Wechselbonus von bis zu 350 Euro, die Höhe hängt von deinem Jahresverbrauch ab. Wer die Stromrechnung über die Telekom-Mobilfunkrechnung bezahlt, bekommt noch einmal 20 Euro Cashback. Den Wechsel beim bisherigen Versorger übernimmt Rabot Energy, und es gibt eine Wechselgarantie: Entstehen dir beim Anbieterwechsel nachweislich Mehrkosten, erstattet Rabot sie. Der Strom stammt bilanziell aus erneuerbaren Energien, also über Herkunftsnachweise, die belegen, dass die gelieferte Menge irgendwo in Europa grün erzeugt und eingespeist wurde. Das ist in der Branche üblich und kein Betrug, aber eben auch kein Kabel vom Windrad bis zu dir.
Robin Westermann, Projektleiter Energy bei der Deutschen Telekom, begründet den Schritt so: „Die Energiewende soll nicht nur für Haushalte mit eigenem Haus, Photovoltaikanlage und großem Stromspeicher Vorteile bringen. Gemeinsam mit Rabot Energy machen wir intelligente Stromprodukte für mehr Menschen zugänglich: einfach über die MeinMagenta-App, mit Tarifen für Strom aus erneuerbaren Energien und konkreten Preisvorteilen.“ Dazu passt das Zusatzangebot: Zum dynamischen Tarif gibt es optional den Batteriespeicher „Rabot Flow“ für einmalig 400 Euro, ein Plug-and-Play-Gerät auch für Mietwohnungen, das sich automatisch lädt, wenn der Strom billig ist. Rabot rechnet mit rund 120 Euro Ersparnis im Jahr, der Speicher hätte sich also nach drei bis vier Jahren bezahlt.
- Der Bonus ist Marketing, der Preis zählt. Rechne Arbeitspreis je Kilowattstunde und Grundpreis für dein Jahr durch und vergleiche mit deinem jetzigen Tarif. 350 Euro Bonus nützen nichts, wenn der Tarif im zweiten Jahr teurer ist.
- Dynamisch heißt Mitdenken. Der dynamische Tarif lohnt sich, wenn du Verbrauch verschieben kannst, etwa Wallbox, Wärmepumpe oder Waschmaschine in die billigen Stunden. In der Regel brauchst du dafür ein intelligentes Messsystem, frag vorher nach, was an deinem Zähler nötig ist.
- Preisgarantie lesen. Bei Fixpreistarifen gilt die Garantie meist nur für den Energieanteil, Steuern, Abgaben und Netzentgelte können sich ändern.
- Nicht nur für Telekom-Kunden. Laut Medieninformation geht die Buchung auch über eine externe Seite, du brauchst also keinen Magenta-Vertrag.
Unsere Einordnung: Dass die Telekom jetzt Strom vermittelt, ist weniger überraschend, als es klingt. Energieversorger verkaufen seit Jahren Glasfaser und Mobilfunk, jetzt dreht die Telekom den Spieß um. Für dich ist das ein Angebot unter vielen, mit dem Vorteil, dass es in einer App liegt, die du ohnehin nutzt. Ein Grund, nicht zu vergleichen, ist es nicht.
Vodafone
FRITZ!Box im Kabelnetz: Vodafone gibt die Update-Funktion frei
Die FRITZ!Box 6690 Cable, eines der Modelle, die Vodafone jetzt freigibt. Foto: © FRITZ! (AVM), Produktfoto, Logo-Badge: greem.
Wer bei Vodafone einen Kabelanschluss mit gemieteter FRITZ!Box hat, kennt das: Updates kamen, wann Vodafone wollte, zentral verteilt, ohne Knopf zum Selbermachen. Das ändert sich. Wie teltarif.de, ComputerBase und Caschys Blog am 8. und 9. Oktober übereinstimmend berichten, hat Vodafone die manuelle Update-Funktion für Mietboxen freigeschaltet. Voraussetzung ist FRITZ!OS 8.25, das Vodafone zuvor selbst verteilt hat. Betroffen sind laut teltarif.de die Modelle FRITZ!Box 6690 Pro, 6690 Cable, 6670 Cable, 6660 Cable und 6591 Cable.
Konkret findest du in der Benutzeroberfläche der Box unter „System“ jetzt den Punkt „Update“. Dort kannst du nach neuem FRITZ!OS suchen und es einspielen, sobald der Hersteller es freigibt, statt Wochen auf die Verteilung durch Vodafone zu warten. Fehlt der Menüpunkt nach dem Update auf 8.25, hilft laut den Berichten ein Neustart der Box. Und es geht noch einen Schritt weiter: Auch die FRITZ!Labor-Versionen, also Vorabversionen mit neuen Funktionen, lassen sich jetzt auf den Mietboxen installieren. Bisher war das nur mit selbst gekauften Routern möglich.
- Für die Box, an der dein Telefon hängt: Finger weg. Labor-Versionen sind Testsoftware. Der Hersteller selbst weist darauf hin, dass sie Fehler enthalten und die Telefonie beeinträchtigen können.
- Reguläre Updates: ja, zügig. Neue FRITZ!OS-Versionen bringen Sicherheitskorrekturen. Wenn du sie jetzt selbst anstoßen kannst, mach das, sobald sie erscheinen.
- Vorher Einstellungen sichern. Unter „System“ gibt es „Sicherung“. Dauert eine Minute, erspart im Fehlerfall das Neueinrichten.
- Automatik anlassen. Die automatische Update-Funktion bleibt der sicherste Weg für alle, die sich nicht kümmern wollen.
Warum das mehr ist als ein Menüpunkt: Seit dem Ende des Routerzwangs 2016 kannst du dir deinen Router frei wählen, viele nehmen trotzdem die Mietbox vom Anbieter, weil es bequem ist. Dass Vodafone die Kontrolle über Updates jetzt teilt, nimmt den Mietboxen einen ihrer größten Nachteile. Ob du eine Box kaufen oder mieten solltest, hängt trotzdem vom Einzelfall ab, wir haben das zuletzt an der FRITZ!Box 7630 mit Wi-Fi 7 durchgerechnet.
Gerüchteküche
Samsung soll die Handyproduktion um bis zu 30 Prozent kürzen
Galaxy S26, S26+ und S26 Ultra: Welche Modelle von der Kürzung betroffen wären, sagt der Bericht nicht. Foto: © Samsung, Pressefoto via Samsung Newsroom.
Die koreanische Zeitung Money Today berichtet, Samsungs Handysparte habe ihre Zulieferer angewiesen, die Produktion im vierten Quartal, also von Oktober bis Dezember, um 20 bis 30 Prozent zurückzufahren. GSMArena, Android Authority und Android Central haben den Bericht am 8. Oktober aufgegriffen. Demnach würde Samsungs Jahresproduktion von ursprünglich rund 270 Millionen Geräten auf einen Wert Anfang der 200-Millionen-Marke sinken. Samsung hat sich dazu nicht geäußert, der Bericht beruft sich auf ungenannte Branchenquellen. Deshalb steht dieser Abschnitt bewusst unter Gerüchteküche.
Der genannte Grund ist allerdings keine Vermutung, sondern das Thema, das die Branche seit Monaten beschäftigt: Speicherchips sind dramatisch teurer geworden. Der Bericht nennt für 12 Gigabyte LPDDR5X-Arbeitsspeicher ein Plus von 175 Prozent. Ein Zulieferer sagte Money Today sinngemäß, mit den aktuellen Speicher- und Chippreisen verdiene Samsung an vielen Handys kaum noch etwas. Die Kürzung soll die Gesamtmarge schützen. Dass Samsung ausgerechnet im Weihnachtsquartal kürzt, passt dazu: Im Januar oder Februar kommt traditionell die nächste Galaxy-S-Generation, das vierte Quartal ist ohnehin schwächer.
Was das für dich heißt, falls der Bericht stimmt: Weniger Produktion bedeutet weniger Lagerdruck, und weniger Lagerdruck bedeutet weniger Rabatte. Die Preiserhöhungen beim Galaxy S26 und beim Pixel 10a um jeweils 100 Euro gehen auf dieselbe Ursache zurück. Wer in den nächsten Wochen ein bestimmtes Samsung-Modell will, sollte nicht auf den großen Black-Friday-Preisrutsch warten, sondern auf Verfügbarkeit achten. Welche Modelle genau betroffen sind, sagt der Bericht nicht.
Branche & Markt
Starlink kauft Frequenzen: SpaceX will Handys auch im Haus erreichen
Handy-Empfang aus dem All: In den USA rückt das näher, bei uns bleibt es vorerst ein Test. KI-generierte Illustration (greem / ComfyUI).
SpaceX hat am 8. Oktober angekündigt, das landesweite 800-MHz-Frequenzpaket des Investmentunternehmens Grain Management in den USA zu übernehmen. Grain hatte diese Frequenzen erst im August von T-Mobile US erworben, bezahlt mit Geld und eigenen 600-MHz-Frequenzen. Was SpaceX jetzt zahlt, nennt keine der Seiten, dpa und teltarif.de berichten von einem nicht offengelegten Kaufpreis. Die US-Aufsicht FCC muss dem Kauf noch zustimmen. Es ist der dritte große Frequenzkauf von SpaceX binnen gut einem Jahr: Im September 2025 kaufte der Konzern Frequenzen von EchoStar für rund 17 Milliarden Dollar, im November 2025 kamen weitere Lizenzen für 2,6 Milliarden dazu.
Der Unterschied zu bisher: Starlink braucht heute eine Antenne mit freier Sicht zum Himmel. Die Direktverbindung zum Handy, in den USA bereits mit T-Mobile im Einsatz, funktioniert nur draußen und nur für Textnachrichten und einfache Dienste. 800 MHz ist ein niedriges Band, das durch Wände geht, genau wie die 800-MHz-Frequenzen, die bei uns LTE aufs Land bringen. Mit solchen Frequenzen und einem eigenen Bodennetz dazu könnte „Starlink Mobile“ zu einem Mobilfunkanbieter werden, der mit AT&T, Verizon und T-Mobile US konkurriert. Die Börse hat das so gelesen: Die AT&T-Aktie verlor laut dpa rund sieben Prozent, Verizon und T-Mobile US mehr als fünf Prozent. T-Mobile US gehört mehrheitlich der Deutschen Telekom.
- Erst einmal nichts. Der Kauf betrifft US-Frequenzen. In Deutschland vergibt die Bundesnetzagentur die Bänder, die 800-MHz-Frequenzen liegen bei Telekom, Vodafone und O2.
- Satellit aufs Handy kommt trotzdem. O2 testet mit einem europäischen Partner Direct-to-Device, die Telekom bietet Geschäftskunden Starlink als Zusatz, Amazon baut mit Leo ein eigenes Netz. Das Ziel ist bei allen dasselbe: ein Notnagel-Empfang dort, wo keine Antenne steht.
- Für die Telekom ist es Konkurrenz im wichtigsten Markt. T-Mobile US ist der größte Gewinnbringer des Konzerns. Ein neuer Wettbewerber dort trifft Bonn direkter als jede Meldung aus Berlin.
Fazit: Was du jetzt tun solltest
Beim Telekom-Strom gilt: Angebot in der App anschauen, Kilowattstundenpreis und Grundpreis mit deinem jetzigen Vertrag vergleichen, den Bonus als Zugabe sehen, nicht als Argument. Bei der FRITZ!Box von Vodafone lohnt ein Blick ins Menü „System“, reguläre Updates kannst du jetzt selbst einspielen, die Labor-Versionen lässt du auf der Telefonbox weg. Beim Samsung-Bericht heißt es abwarten, ob Samsung sich äußert, aber wer ein konkretes Modell will, kauft eher jetzt als in der Hoffnung auf Schnäppchen im Dezember. Und Starlink ist eine Meldung aus den USA, die bei uns frühestens über den Umweg Telekom ankommt.
greem-Einschätzung
Wir verkaufen dir keinen Strom. Aber wir sagen dir, wann ein Handy-Angebot wirklich günstig ist.
Stromtarife vergleichst du am besten mit einem unabhängigen Rechner, nicht mit uns. Bei allem, was an deinem Kabel- oder Glasfaseranschluss hängt, helfen wir: FRITZ!Box einrichten, Update einspielen, Einstellungen sichern. Und beim Handykauf gilt in einem Jahr mit teuren Speicherchips mehr denn je: Wir zeigen dir, was ein Gerät bei uns heute kostet und was es noch im Laden gibt, statt dir einen Rabatt zu versprechen, den der Markt gerade nicht hergibt.
FRITZ!Box-Hilfe, Handy-Beratung oder einfach Fragen?
Wir beraten herstellerneutral, richten Router und Handys mit dir ein und sagen dir ehrlich, ob Kaufen oder Warten gerade klüger ist. Komm einfach in einen unserer Shops im Rhein-Main-Gebiet – kein Termin nötig.
Zum nächsten greem-ShopQuellen: Deutsche Telekom, Medieninformation „Telekom und Rabot Energy starten Stromtarife aus erneuerbaren Energien“ (1. Oktober 2026); teltarif.de, „Telekom startet Stromtarife: Bis zu 350 Euro Wechselbonus“ (Alexander Kuch, 1. Oktober 2026); teltarif.de, „Mehr Freiheit für FRITZ!Box-Nutzer: Vodafone gibt Updates frei“ (Thomas Michel, 9. Oktober 2026); ComputerBase, „Fritz!Box: Vodafone gibt manuelle Update-Funktion für Mietgeräte frei“ (Oktober 2026); Caschys Blog, „FRITZ!Box Cable: Vodafone lockert Update-Zwang und erlaubt das FRITZ! Labor“ (Oktober 2026); GSMArena, „Report: Samsung is cutting up to 30% of its smartphone production in Q4“ (8. Oktober 2026, nach Money Today); Android Authority, „Samsung reportedly can't make a profit on its phones, so it's cutting production by millions“ (Oktober 2026); teltarif.de, „Starlink greift Mobilfunkanbieter an: SpaceX kauft Frequenzen“ (dpa / Thomas Michel, 9. Oktober 2026); IEEE ComSoc Technology Blog, „SpaceX Moves to Acquire Nationwide 800 MHz Spectrum for Starlink Mobile D2D Service“ (8. Oktober 2026); Via Satellite, „SpaceX Moves to Acquire Nationwide Low-Band Spectrum for Starlink Mobile“ (8. Oktober 2026); cio.de / dpa, „Starlink kann mit Frequenz-Zukauf leichter Handys erreichen“ (9. September 2025). Die Angaben zur Samsung-Produktion stammen aus einem Medienbericht und sind von Samsung nicht bestätigt. Preise, Boni und Fristen laut Quellen, Stand 9. Oktober 2026, Angaben ohne Gewähr.