Die Kurzfassung: An der Haustür unterschreibst du nichts, auch keinen Glasfaservertrag, und wenn doch, hast du 14 Tage Widerrufsrecht. Gemini ohne Abo läuft ab dem 9. Oktober nur noch mit dem kleinsten Modell Flash-Lite. Die neuen WhatsApp-Elternkontrollen regeln Profilbild, Gruppen, Kanäle und Meta AI, Nachrichten bleiben privat. Der Fitbit Edge ist bisher nur ein Leak, Google hat ihn nicht vorgestellt.
Verbraucherschutz
Glasfaser an der Haustür: Warum die Beschwerden zunehmen und was du tun kannst
Der Glasfaserausbau läuft, auch bei uns im Kreis Offenbach. Und mit ihm der Haustürvertrieb. Netzbetreiber schicken Direktvermarkter von Tür zu Tür, bei der Telekom heißen sie „Ranger“ und arbeiten im Auftrag des Konzerns. Die Verbraucherzentrale Berlin meldet nun laut teltarif.de steigende Beschwerden über genau diese Besuche. Betroffene berichten demnach von freundlich auftretenden Verkäufern, die mit irreführenden oder falschen Aussagen versuchen, in die Wohnung zu kommen, und in manchen Fällen Verträge mit Druck abschließen. Die häufigste Behauptung: DSL werde abgeschafft, wer jetzt nicht wechsele, sitze bald ohne Internet da. Das stimmt so nicht. Ein funktionierender DSL- oder Kabelanschluss läuft weiter, bis dein Anbieter dir eine Umstellung mit Frist ankündigt.
Berlin ist kein Einzelfall. Die Verbraucherzentrale Bayern hatte schon im Februar vor derselben Masche gewarnt. Tatjana Halm, Juristin bei der Verbraucherzentrale Bayern, beschrieb es damals so: „Geschulte Vertreter verschaffen sich gezielt Zutritt zu Häusern oder Wohnungen. Ist die Tür erst einmal offen, steigt der Druck zum Vertragsabschluss deutlich.“ Ihr Rat: „Wer Interesse an einem Glasfaseranschluss hat, sollte Angebote in Ruhe prüfen und Preise und Konditionen direkt bei den Anbietern vergleichen.“ Hintergrund ist das Provisionsmodell: Die Verkäufer verdienen am Abschluss, nicht an der Beratung.
- Ausweis zeigen lassen. Seriöse Vertriebler haben einen Lichtbildausweis und eine Vollmacht des Anbieters. Wer das nicht vorzeigt, bleibt draußen.
- Niemanden zur „Prüfung des Routers“ hereinlassen. Der Anbieter muss nichts in deiner Wohnung kontrollieren, um dir ein Angebot zu machen.
- Nichts unterschreiben, nichts auf dem Tablet bestätigen. Lass dir das Angebot schriftlich geben oder notier dir den Tarifnamen. Ein gutes Angebot gilt auch morgen noch.
- Doch unterschrieben? Du hast 14 Tage Widerrufsrecht ab Vertragsschluss. Schriftlich widerrufen, am besten per Einschreiben, und den Beleg aufheben.
- Hausanschluss ja, Vertrag später: Oft lohnt es sich, den kostenlosen Glasfaser-Hausanschluss während der Ausbauphase legen zu lassen. Welcher Tarif darüber läuft, kannst du in Ruhe entscheiden. Was in Obertshausen und Hausen gerade zählt, steht in diesem Beitrag.
Noch ein Punkt, der oft untergeht: Ein Glasfaservertrag ist meist ein 24-Monats-Vertrag. Wer an der Tür unterschreibt, bindet sich zwei Jahre an ein Angebot, das er nicht verglichen hat. Wir sind selbst Telekom-Partner und verkaufen Glasfaser. Aber im Laden, mit Zeit, mit Verfügbarkeitsprüfung für deine Adresse und mit einem Ausdruck, den du mitnimmst.
KI auf dem Handy
Gemini ab 9. Oktober: Ohne Abo bleibt nur noch Flash-Lite
Wer Gemini kostenlos nutzt, bekommt ab dem 9. Oktober weniger Rechenleistung. KI-generierte Illustration (greem / ComfyUI).
Gemini steckt inzwischen auf fast jedem neuen Android-Handy, bei Samsung, Google und Xiaomi ersetzt es den alten Assistenten. Jetzt ändert Google, was du davon ohne Abo bekommst. Auf seiner Hilfeseite kündigt der Konzern an, dass die Änderungen für Nutzer ohne KI-Abo am 9. Oktober beginnen. Die Tabelle dort ist eindeutig: Ohne Plan gibt es nur noch Flash-Lite, das kleinste und schnellste Modell. Das mittlere Modell Flash bleibt dem Abo AI Plus vorbehalten, das große Pro-Modell gibt es erst ab AI Pro. Bisher konnten auch Gratis-Nutzer Flash und in Grenzen Pro nutzen.
Gleichzeitig stellt Google die Nutzungsgrenzen um. Statt einer festen Zahl an Anfragen zählt künftig der Rechenaufwand: Wie komplex die Frage ist, welche Funktionen du nutzt und wie lang der Chat schon ist. Das Kontingent füllt sich alle fünf Stunden wieder auf, bis eine Wochengrenze erreicht ist. Zahlende Kunden haben höhere Grenzen: AI Plus das Doppelte, AI Pro das Vierfache, AI Ultra das Fünf- bis Zwanzigfache.
| Plan | Preis laut Google | Modelle ab Oktober |
|---|---|---|
| Ohne Abo | 0,00 € | Flash-Lite |
| Google AI Plus | 4,99 € im Monat | Flash-Lite, Flash |
| Google AI Pro | 21,99 € im Monat | Flash-Lite, Flash, Pro |
| Google AI Ultra | ab 99,99 € im Monat | alle, dazu Deep Think |
Was heißt das im Alltag? Für Wecker stellen, Nachrichten diktieren, kurze Übersetzungen oder eine Zusammenfassung reicht Flash-Lite. Wer Gemini zum Programmieren, für lange Dokumente oder tiefe Recherchen nutzt, merkt den Unterschied und landet beim Abo. Zwei Hinweise: Bei vielen Samsung-Geräten und Pixel-Handys liegt ein Gratis-Zeitraum für AI Pro bei, der läuft weiter, solange er gilt. Und wer Gemini nur gelegentlich nutzt, verliert nichts, was er je gebraucht hat.
Jugendschutz
WhatsApp: Eltern bekommen Kontrollen für Teen-Konten, ohne Blick in die Chats
Gemeinsam einrichten, nicht heimlich überwachen: So ist die WhatsApp-Elternkontrolle gedacht. KI-generierte Illustration (greem / ComfyUI).
WhatsApp führt Elternkontrollen für Konten von Jugendlichen zwischen 13 und 17 Jahren ein. Das hat Meta Anfang Oktober angekündigt, teltarif und inside digital haben die Details zusammengetragen. Die Einrichtung läuft gemeinsam: Auf dem Handy des Kindes wird das Geburtsdatum bestätigt, ein Elternteil verbindet sein eigenes WhatsApp-Konto per QR-Code und legt eine Eltern-PIN fest. Ändert das Kind später eine geschützte Einstellung, braucht es diese PIN.
- Profilbild und Gruppen: Wer das Profilbild sehen darf und wer das Kind zu Gruppen hinzufügen kann.
- Benachrichtigungen: Eltern erfahren, wenn das Kind einer Gruppe beitritt, sie verlässt oder einen neuen Kontakt anlegt.
- Kanäle und Status: Sichtbarkeit einschränken, das Anlegen eigener Kanäle unterbinden.
- Meta AI: Standardeinstellung ab 13 oder eine strengere Variante mit eingeschränkten Inhalten.
- Nicht enthalten: Mitlesen. Nachrichten und Anrufe bleiben Ende-zu-Ende-verschlüsselt, weder Eltern noch WhatsApp sehen die Inhalte.
Die Funktion wird schrittweise verteilt und ist laut WhatsApp noch nicht überall verfügbar. Wer sie nicht findet, aktualisiert die App und wartet ein paar Tage. Für Kinder unter 13 gibt es getrennt davon elternverwaltete Konten, bei denen Eltern Kontakte freigeben. Unsere Einschätzung: Das ist ein ordentlicher Mittelweg. Eltern bekommen die Stellschrauben, die wirklich zählen, Jugendliche behalten ihre Privatsphäre. Wer das Handy des Kindes ohnehin neu einrichtet, etwa nach dem Aus für alte Geräte, nimmt die Elternkontrolle gleich mit.
Gerüchteküche
Fitbit Edge: Googles neuer Tracker soll 179 Euro kosten
Sieben Tage Akku, EKG und GPS verspricht der Leak. Ob das stimmt, zeigt erst die Vorstellung. KI-generierte Illustration (greem / ComfyUI), das Gerät ist bewusst nicht abgebildet.
Seit dem Charge 6 von 2023 hat Google keinen neuen Fitbit-Tracker mehr gebracht, im Herbst 2025 hatte der Konzern neue Hardware für 2026 angekündigt. Jetzt ist über das französische Schnäppchenportal Dealabs ein Datenblatt aufgetaucht, das 9to5Google, Android Authority und GSMArena am 6. und 7. Oktober ausgewertet haben. Demnach soll der Fitbit Edge in Europa 179 Euro kosten und in vier Farben kommen, die zu den Pixel-Watch-Farben passen: Obsidian, Olive, Canyon und Fog.
Die Technik läse sich so: ein 1,34 Zoll großes AMOLED-Display, eingebautes GPS, Sensoren für Puls, Sauerstoffsättigung und EKG mit Erkennung von Vorhofflimmern, Hauttemperatur, dazu Bluetooth 5.4. Der Akku soll sieben Tage halten, mit Always-on-Display zwei Tage, und in fünf Minuten Strom für einen Tag laden. Das Gehäuse wäre mit 17,7 Gramm sehr leicht, wasserdicht nach 5 ATM und IP68. Als Software nennt der Leak Fitbit OS mit Gemini-Coaching. Einen Starttermin gibt es nicht, 9to5Google schreibt nur, das Gerät stehe „kurz bevor“.
Einordnung: Ein Händlerdatenblatt ist eine gute Quelle, aber keine Vorstellung. Preis, Ausstattung und Termin können sich bis zum Start ändern. Mit 179 Euro läge der Edge zwischen dem Charge 6 und der Pixel Watch, also genau da, wo viele einen Tracker ohne Smartwatch-Schnickschnack suchen. Wir nehmen ihn ins Sortiment, sobald er offiziell und lieferbar ist. Wer jetzt einen Tracker braucht, bekommt bei uns die aktuellen Wearables zum Anfassen.
Fazit: Was du jetzt tun solltest
Beim Glasfaser-Besuch an der Tür gilt: freundlich bleiben, nichts unterschreiben, Angebot notieren und in Ruhe vergleichen. Hast du doch unterschrieben, läuft die 14-Tage-Frist ab sofort. Bei Gemini musst du nichts tun, du merkst ab Freitag nur, dass die Antworten ohne Abo kürzer ausfallen, und entscheidest dann, ob dir das reicht. Die WhatsApp-Elternkontrolle lohnt sich für jede Familie mit einem Teenager, einmal gemeinsam am Küchentisch einrichten, fertig. Und beim Fitbit Edge heißt es abwarten, bis Google ihn zeigt.
greem-Einschätzung
Wir verkaufen dir keinen Vertrag an der Haustür, sondern einen, den du vorher verstanden hast.
Glasfaser ist eine gute Sache, und wir vermitteln sie seit Jahren. Aber ein Vertrag über 24 Monate gehört nicht zwischen Tür und Angel. Komm mit deiner Adresse zu uns, wir prüfen, ob Glasfaser bei dir schon liegt, was dein jetziger Anschluss kostet und ob sich ein Wechsel rechnet. Dasselbe gilt für das Handy deiner Kinder: Wir richten WhatsApp samt Elternkontrolle mit dir zusammen ein, damit du weißt, welche Stellschraube was bewirkt.
Glasfaser prüfen, Kinderhandy einrichten oder Tracker anschauen?
Wir beraten herstellerneutral, prüfen die Verfügbarkeit an deiner Adresse und richten Familienhandys mit dir ein. Komm einfach in einen unserer Shops im Rhein-Main-Gebiet – kein Termin nötig.
Zum nächsten greem-ShopQuellen: teltarif.de, „Haustür-Vertrieb: Beschwerden über Glasfaser-Verkäufer nehmen zu“ (Alexander Kuch, 6. Oktober 2026); Verbraucherzentrale Bayern, „Glasfaserausbau: Beschwerden über Haustürgeschäfte nehmen zu“ (Pressemeldung, 16. Februar 2026); Google, Hilfeseite „Changes to model availability in Gemini Apps“ (abgerufen 7. Oktober 2026) sowie Abo-Übersicht; WinFuture, „Nur noch Flash-Lite: Gratis-Nutzung von Gemini wird streng limitiert“ (Nadine Juliana Dressler, 5. Oktober 2026); inside digital, „Millionen Handy-Nutzer betroffen: Ab Freitag gelten neue Nutzungsregeln“ (Hayo Lücke, 6. Oktober 2026); teltarif.de, „WhatsApp: Eltern bekommen mehr Kontrolle über Teen-Konten“ (Thomas Michel mit dpa, 2. Oktober 2026); WhatsApp, Infoseite Parental Controls; 9to5Google, „Fitbit Edge price, specs, and features leak“ (Ben Schoon, 6. Oktober 2026); GSMArena, „Fitbit Edge specs and colors leak along with pricing for the EU and UK“ (7. Oktober 2026). Die Angaben zum Fitbit Edge stammen aus einem Händler-Leak und sind von Google nicht bestätigt. Preise und Fristen laut Quellen, Stand 7. Oktober 2026, Angaben ohne Gewähr.