Worum es geht.
Die EU will das sogenannte 2-GHz-Band neu vergeben, sobald die aktuellen Genehmigungen im Mai 2027 auslaufen, und europäische Satellitenkapazitäten stärken. Vier große Netzbetreiber überlegen nun, sich für dieses Band gemeinsam zu bewerben, statt einzeln. Hintergrund ist der Vorsprung von Starlink bei der Direktverbindung zwischen Satellit und Handy.
Was Direct to Device bedeutet.
Direct to Device heißt: Das normale Smartphone spricht direkt mit dem Satelliten, ohne Schüssel und ohne Spezialgerät. Erste Dienste dieser Art gibt es bereits, meist für Textnachrichten und Notrufe an Orten ohne Netz. Für Telefonie und schnelles Internet reicht die Kapazität bislang nicht annähernd an Mobilfunk heran.
Was noch offen ist.
Nach den Berichten ist weder über das Bündnis noch über eine Bewerbung entschieden. Die beteiligten Unternehmen bestätigen die Einzelheiten öffentlich nicht. Es handelt sich also um frühe Gespräche, nicht um ein Produkt.
greem-Einschätzung
Für das Funkloch hinterm Haus bringt das heute nichts.
Wir finden die Richtung richtig: Satellit ist die einzige Technik, die wirklich jeden Flecken erreicht, und ein europäisches Angebot wäre ein gutes Gegengewicht. Nur dauert so etwas Jahre, und die Frequenzvergabe beginnt frühestens 2027. Wenn du heute an deiner Adresse schlechten Empfang hast, ist der Weg ein anderer: anderes Netz testen, Tarif prüfen, WLAN-Telefonie einschalten oder einen Repeater einsetzen. Das kostet wenig und wirkt sofort. Was wir an satellitengestützten Diensten schon konkret sehen, steht in unseren Beiträgen zum IoT-Roaming der Telekom.
Funkloch bei dir zu Hause?
In unseren 7 greem-Filialen im Rhein-Main-Gebiet prüfen wir, welches Netz an deiner Adresse wirklich liefert, und was mit WLAN-Telefonie oder Repeater möglich ist. Ohne Termin.
Zum nächsten greem-ShopQuellen und Hinweise: Angaben nach Berichten über Gespräche der vier Netzbetreiber, unter anderem bei heise.de und RTE, Stand September 2026, abgerufen am 3. Oktober 2026; Grundlage sind Agenturberichte. Die Unternehmen haben die Einzelheiten nicht öffentlich bestätigt, eine Entscheidung über Konsortium oder Gebot ist nach diesen Berichten nicht gefallen. Angaben zur Frequenzvergabe und zur Frist Mai 2027 stammen aus denselben Berichten. Die Einordnung zu Direct to Device und die Empfehlungen sind unsere eigene Einschätzung. Titelbild: eigene Grafik von greem. Alle Angaben ohne Gewähr. Änderungen, Irrtümer und Abweichungen vorbehalten.