Smart Home galt lange als Spielerei für Technikbegeisterte. Damit ist Schluss: Erstmals nutzt mehr als die Hälfte der Deutschen vernetzte Geräte im eigenen Zuhause. Das geht aus einer aktuellen Bitkom-Studie hervor. Interessant ist dabei weniger die Schlagzeile als die Frage, womit die Leute eigentlich anfangen – und woran es im Alltag hakt.

Teil 1 · Die Zahlen

52 Prozent – und der Anstieg beschleunigt sich.

52 Prozent der Deutschen nutzen inzwischen Smart-Home-Anwendungen. 2024 waren es 46 Prozent, 2022 erst 43 Prozent. Der Zuwachs der letzten zwei Jahre ist also größer als der der zwei Jahre davor.

52 %
nutzen Smart Home – erstmals über die Hälfte
46 %
2024 – der Anstieg zieht an
73 %
bei den 16- bis 29-Jährigen
70 %
bei den 30- bis 49-Jährigen

Bei den über 65-Jährigen liegt die Nutzung deutlich niedriger. Das überrascht wenig – bemerkenswert ist eher, dass zwischen den 16- bis 29-Jährigen und den 30- bis 49-Jährigen kaum noch ein Unterschied besteht. Smart Home ist keine Frage des Alters mehr, sondern eine des Anlasses.

Teil 2 · Die Geräte

Angefangen wird klein. Fast immer.

Wer an Smart Home denkt, hat oft die große Lösung im Kopf: durchgeplante Steuerung, App für alles, vierstelliger Betrag. Die Realität sieht anders aus. Ganz vorn liegen zwei Dinge, die zusammen keine 50 Euro kosten:

Was tatsächlich im Einsatz ist

Der Sprung bei den WLAN-Steckdosen ist der eigentliche Befund. Eine schaltbare Steckdose kostet oft unter 15 Euro, macht aus jedem beliebigen Gerät ein steuerbares und lässt sich in fünf Minuten einrichten. Das ist der niedrigste Einstieg, den diese Technik zu bieten hat – und offenbar genau der Grund, warum so viele ihn nehmen.

Teil 3 · Der Haken im Alltag

Das Gerät ist selten das Problem. Das WLAN schon.

Was in keiner Studie steht, aber bei uns regelmäßig über den Tresen kommt: Smart-Home-Geräte funktionieren technisch fast immer. Was nicht funktioniert, ist das Netz drumherum.

Typische Fälle aus dem Laden: Die Lampe im Schlafzimmer reagiert nicht, weil das WLAN dort nicht ankommt. Der Saugroboter verliert im hinteren Zimmer die Verbindung. Die Steckdose im Keller lässt sich nicht mehr schalten, seit der Router umgestellt wurde. In all diesen Fällen ist nicht das smarte Gerät kaputt – es steht schlicht außerhalb der Reichweite.

Ein technisches Detail, das viel Ärger spart: Viele günstige Smart-Home-Geräte funken ausschließlich im 2,4-GHz-Band, nicht im schnelleren 5-GHz-Band. Wenn im Router beide Bänder denselben Netzwerknamen haben, findet das Gerät bei der Einrichtung manchmal keinen Anschluss. Das ist der häufigste Grund, warum eine neue Steckdose sich partout nicht verbinden will – und es liegt weder am Gerät noch am Anschluss.

Wie leistungsfähig dein Heimnetz ist, hängt am Router. Was ein aktuelles Modell besser macht und ob sich der Tausch lohnt, haben wir hier aufgeschrieben.

greem-Einschätzung

Fang klein an – und schau vorher aufs WLAN, nicht auf die Gerätewand.

Die Zahlen zeigen es deutlich: Fast niemand steigt mit dem großen System ein, sondern mit einer Lampe oder einer Steckdose. Genau dazu würden wir auch raten. Kauf ein günstiges Gerät für die Stelle, die dich am meisten nervt, und schau, ob es dir im Alltag wirklich etwas bringt. Wenn ja, baust du aus. Was sich dagegen fast immer lohnt, bevor überhaupt etwas Smartes ins Haus kommt: einmal prüfen, ob dein WLAN in den Räumen ankommt, in denen die Geräte später stehen sollen.

Kommt dein WLAN überall an?

In unseren 7 greem-Filialen im Rhein-Main-Gebiet schauen wir uns deine Situation zu Hause an und sagen dir, ob der Router reicht oder ob es an einer ganz anderen Stelle klemmt.

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Quellen und Hinweise: Zahlen nach einer repräsentativen Befragung von Bitkom Research im Auftrag des Bitkom e. V., Sommer 2026, 1.159 Befragte ab 16 Jahren in Deutschland; Bericht von Telecom Handel vom 24. August 2026, abgerufen am 27. August 2026. Die Geräteanteile beziehen sich nach der Darstellung des Verbands auf alle Befragten, nicht ausschließlich auf Smart-Home-Nutzer. Vergleichswerte für 2024 und 2022 stammen aus den Vorgängerbefragungen. Die Beobachtungen zum Heimnetz sind eigene Erfahrungen aus der Beratung und nicht Teil der Studie. Preisangaben sind ungefähre Marktpreise und keine Angebote. Das Titelbild ist eine KI-generierte Darstellung. Alle Angaben ohne Gewähr. Änderungen, Irrtümer und Abweichungen vorbehalten. Das verbindliche Angebot erfolgt ausschließlich im Shop mit allen rechtlichen Informationen. Inhalte können teilweise KI-generiert sein.