Die Kurzfassung: Telekom-Mobilfunkkunden mit Laufzeitvertrag bekommen über Magenta Moments einen Monat Deutschlandticket für effektiv 49 Euro: Das Ticket kostet weiter 63 Euro, die Telekom schreibt dir einmalig 14 Euro auf der Mobilfunkrechnung gut. Code vom 21. Oktober bis 4. November in der App, Einlösung bis 10. November, Startmonat November oder Dezember. Der Haken: Es ist ein Abo, das sich verlängert, wenn du nicht bis zum 10. des Monats kündigst, ab Januar für 66,80 Euro. Der weltweite Smartphone-Markt ist laut Counterpoint im dritten Quartal um 20 Prozent geschrumpft, das schwächste dritte Quartal seit 14 Jahren. Samsung und Apple halten zusammen 45 Prozent, die Preise sind 2026 weltweit um rund 15 Prozent gestiegen, in Europa um 7 Prozent. Und die staatliche Ausweis-App d-you soll am 2. Januar 2027 starten, freiwillig und kostenlos. Der Bundestag stimmt am Donnerstag, 15. Oktober, über das Gesetz dazu ab. Was du vorher prüfen solltest: NFC, Online-Ausweisfunktion, PIN.
Telekom
Deutschlandticket für 49 Euro: So funktioniert die Magenta-Moments-Aktion, und wo der Haken sitzt
Das Deutschlandticket hat 2023 für 49 Euro angefangen, seit Januar 2025 kostet es 58 Euro, seit Januar 2026 sind es 63 Euro, und ab Januar 2027 werden es 66,80 Euro. Die Telekom nutzt die Preisrunde für eine Aktion in ihrem Vorteilsprogramm Magenta Moments: Mobilfunkkunden mit Laufzeitvertrag bekommen einen Monat Deutschlandticket zum alten Preis von 49 Euro. teltarif.de und inside digital haben die Bedingungen am 12. Oktober durchgesehen, wir haben beide Darstellungen gegeneinander gehalten, sie stimmen in jedem Punkt überein.
Wichtig ist, wie der Rabatt technisch läuft, denn das erklärt den Haken. Der Preis des Tickets ist bundesweit festgelegt, die Telekom darf ihn nicht senken. Du zahlst also die vollen 63 Euro über deine Mobilfunkrechnung, und die Telekom schreibt dir anschließend 14 Euro gut, auf der nächsten oder übernächsten Rechnung. Nicht an der Kasse, nicht sofort. Wer die Gutschrift auf der ersten Rechnung sucht und nicht findet, hat nichts falsch gemacht.
- MeinMagenta-App öffnen, Bereich Magenta Moments, Kategorie „Reisen und Wohlfühlen“. Dort gibt es ab dem 21. Oktober einen persönlichen Aktionscode, abholen kannst du ihn bis zum 4. November.
- Code bis 10. November einlösen. Du wirst zu Deutschlandticket Direkt weitergeleitet und wählst November oder Dezember als ersten Gültigkeitsmonat.
- Handynummer eingeben, per SMS-Code bestätigen. Bezahlt wird über die Telekom-Mobilfunkrechnung, du brauchst weder Kreditkarte noch IBAN.
- Gutschrift abwarten. Die 14 Euro erscheinen auf der nächsten oder übernächsten Mobilfunkrechnung nach der ersten Abbuchung.
Und jetzt der Haken, der laut teltarif.de in den Aktionsbedingungen steht: Das Ticket ist ein Abo. Es verlängert sich automatisch um den nächsten Monat, zum regulären Preis von 63 Euro, ab Januar 66,80 Euro. Die Gutschrift gibt es nur für den ersten Monat. Wer nur den einen günstigen Monat will, muss bis zum 10. des Monats kündigen, sonst läuft das Ticket weiter. Wer das Ticket ohnehin jeden Monat nutzt, spart einmalig 14 Euro und hat sonst nichts zu beachten. Wer es nur für die Weihnachtsbesuche im Dezember braucht, muss sich den 10. Dezember in den Kalender schreiben.
| Bedingung | Was gilt |
|---|---|
| Wer bekommt den Code | Telekom-Mobilfunkkunden mit Laufzeitvertrag, einmal je Rufnummer |
| Wer nicht | Prepaid-Kunden und wer schon ein Abo bei Deutschlandticket Direkt hat |
| Voraussetzung | Keine Drittanbietersperre auf der Rufnummer, sonst kann nicht über die Rechnung bezahlt werden |
| Erster Monat | November oder Dezember 2026, frei wählbar |
| Preis | 63 Euro, davon 14 Euro Gutschrift auf der Mobilfunkrechnung |
| Folgemonate | 63 Euro, ab Januar 2027 66,80 Euro, Kündigung bis zum 10. des Monats |
Ein Detail noch für alle, die ihr Deutschlandticket heute bei einem Verkehrsverbund oder einem anderen Anbieter haben: Ein Wechsel zu Deutschlandticket Direkt nur für den Aktionsmonat lohnt sich nur, wenn du das alte Abo rechtzeitig kündigst. Zwei Tickets parallel sind das Gegenteil von Sparen. Übrigens ist das nicht die einzige Reise-Neuerung der Telekom in diesem Herbst, die Reise-eSIM T-Travel haben wir vor Kurzem beschrieben.
Branche & Markt
Smartphone-Markt: Minus 20 Prozent im dritten Quartal, und warum dein nächstes Handy teurer wird
Gewinner in einem schrumpfenden Markt: Samsung legt laut Counterpoint auf 23 Prozent Anteil zu, mit starker Nachfrage nach der Z-Serie. Foto: © Samsung, Pressebild.
Im Juli haben wir über den Einbruch im zweiten Quartal geschrieben, minus 11 Prozent. Jetzt liegen die vorläufigen Zahlen für das dritte Quartal vor, und sie sind deutlich schlechter. Counterpoint Research meldet für Juli bis September 20 Prozent weniger ausgelieferte Smartphones als im Vorjahresquartal, das schwächste dritte Quartal seit 14 Jahren, also etwa auf dem Niveau von 2012. heise online und GSMArena haben die Zahlen am 12. und 13. Oktober veröffentlicht. Es ist das zweite Quartal in Folge, das laut Counterpoint-Analystin Shilpi Jain „die Auswirkungen der Speicherkrise mit voller Wucht“ spürt.
Die Speicherkrise ist der Kern der Geschichte. Die großen Speicherhersteller verschieben ihre Kapazitäten zu Spezialchips für KI-Rechenzentren, für die Milliarden investiert werden. Für Handys bleibt weniger Arbeitsspeicher und Flash übrig, und was bleibt, wird teurer. inside digital zitiert Counterpoint mit der Zahl, dass Speicher für Smartphones im zweiten Quartal um mehr als 80 Prozent teurer war als im Quartal davor, und dass die Bauteilkosten eines Einsteigerhandys im Jahresvergleich um rund 70 Prozent gestiegen sind. Das trifft die Hersteller, die vom günstigen Segment leben, am härtesten.
| Hersteller | Anteil Q3 2026 | Anteil Q3 2025 |
|---|---|---|
| Samsung | 23 % | 19 % |
| Apple | 22 % | 18 % |
| Xiaomi | 10 % | 14 % |
| Oppo | 9 % | 12 % |
| vivo | 8 % | 9 % |
Genau das zeigt die Tabelle: Samsung und Apple sind die einzigen, die Anteile gewinnen, zusammen kommen sie auf 45 Prozent nach 37 Prozent vor einem Jahr. Ihre Stückzahlen sind laut heise nur um wenige Prozent gesunken, bei Samsung half laut GSMArena die starke Nachfrage nach Z Fold8 und Z Flip8. Xiaomi, Oppo und vivo verlieren dagegen je 20 bis 30 Prozent. Die Nachfrage nach teuren Geräten hält, die nach günstigen bricht weg, weil die Preiserhöhungen dort prozentual am stärksten durchschlagen. Und sie schlagen durch: Counterpoint beziffert den Anstieg der durchschnittlichen Smartphone-Preise 2026 weltweit auf rund 15 Prozent, in Europa auf 7 Prozent, in den USA auf 5 Prozent, in Indien auf 21 Prozent. GSMArena nennt für die Ladenpreise sogar rund 20 Prozent, die beiden Quellen zählen offenbar unterschiedlich, die Richtung ist dieselbe.
In Deutschland kannst du die Richtung an den Listenpreisen ablesen, die wir in den letzten Wochen einzeln beschrieben haben: Das Pixel 10a stieg von 549 auf 649 Euro, das Galaxy S26 von 999 auf 1.099 Euro, das S26 Ultra von 1.449 auf 1.549 Euro. Das Galaxy S26 FE blieb bei 799 Euro. Die Hersteller reagieren laut Counterpoint mit vier Mitteln: höhere Preise, ältere Modelle länger im Regal, weniger Produktion, weniger Neuvorstellungen. Eine Erholung hält Counterpoint für unwahrscheinlich, solange Speicher knapp bleibt, und die Marktforscher von Omdia erwarten für das Gesamtjahr 12 Prozent weniger Geräte bei 27 Prozent höherem Durchschnittspreis.
- Vorjahresmodell prüfen. Ein S25 oder ein Pixel 10 bekommt noch jahrelang Updates und kostet oft deutlich weniger als der Nachfolger. In einem Markt, in dem Neues teurer wird, ist „ein Jahr alt“ das beste Preis-Leistungs-Fenster.
- Speicher nicht überdimensionieren. Gerade der Aufpreis für mehr Speicher ist aktuell hoch. 128 oder 256 Gigabyte reichen den meisten, Fotos lassen sich in die Cloud auslagern.
- Altes Handy mitbringen. Inzahlungnahme und Ankauf nehmen dem Neukauf einen Teil der Preiserhöhung. Was ein Schubladenfund noch wert ist, haben wir hier beschrieben.
- Akku statt Neugerät. Wenn das Handy nur schlapp macht, ist ein Akkutausch ein Bruchteil des Neupreises. Wie das Recht auf Reparatur hilft, steht im Ratgeber.
- Nicht in Panik kaufen. Hayo Lücke von inside digital weist darauf hin, dass die Preiserhöhungen der Hersteller im Handel oft noch nicht voll angekommen sind. Black Friday und Weihnachtsaktionen gibt es auch in diesem Jahr.
Tipps & Ratgeber
d-you: Ab 2. Januar soll der Ausweis aufs Handy, und so machst du dein Handy startklar
Ausweis an den NFC-Chip halten, PIN eingeben, fertig: So soll die Identität ab Januar in die digitale Brieftasche kommen. KI-generierte Illustration (greem / ComfyUI).
Die EU verlangt von allen Mitgliedstaaten eine digitale Brieftasche für Ausweis und Dokumente, die EUDI-Wallet. Die deutsche Fassung heißt d-you und soll am 2. Januar 2027 starten. Das Gesetz dazu, das Digitale-Identitäten-Gesetz, hat der Bundestag am 23. September in erster Lesung beraten, am 6. Oktober gab es eine Anhörung, und laut Tagesordnung des Bundestags fällt die endgültige Abstimmung am Donnerstag, 15. Oktober, gegen 14:05 Uhr. Beim Erscheinen dieses Beitrags ist das Gesetz also noch nicht beschlossen, der Starttermin bleibt bis dahin ein Plan. teltarif.de hat am 13. Oktober beschrieben, was du heute schon tun kannst, damit es im Januar nicht an deinem Handy scheitert.
Erst die Einordnung, dann die Checkliste. Mit d-you sollst du dich per Smartphone ausweisen und digitale Dokumente speichern, verwalten und bei Behörden wie bei Unternehmen vorzeigen können, auch qualifizierte elektronische Unterschriften sind vorgesehen. Die Nutzung ist laut Gesetzentwurf freiwillig und kostenlos, wer die App nicht nutzt, soll keine Nachteile haben, und der Plastikausweis bleibt. Aufsichtsbehörde soll die Bundesnetzagentur werden. Kritik gibt es auch: Der Bundesdatenschutzbeauftragte bemängelt laut Bundestag, dass eine pseudonyme Nutzung fehlt, der Verbraucherzentrale Bundesverband hält die Grenzen dafür, welche Daten ein Anbieter abfragen darf, für zu weit gefasst. Was zum Start genau funktioniert, ist offen, teltarif.de rät, die technischen Anforderungen von d-you gegen die offiziellen Angaben zu prüfen, sobald sie veröffentlicht sind.
Wichtig: d-you ist nicht die AusweisApp. Die AusweisApp bleibt das Werkzeug für die Online-Ausweisfunktion, mit der du dich heute schon bei Behörden und Diensten identifizierst. Aber genau diese Funktion ist die Grundlage, mit der dein Ausweis in die neue Brieftasche kommt. Deshalb lohnt sich jetzt ein Blick, ob bei dir alles bereit ist.
- Kann dein Handy NFC? Der Ausweis wird per Funk ausgelesen, dafür braucht das Handy einen NFC-Chip, und das Betriebssystem muss ihn für den Ausweis freigeben. Die AusweisApp hat dafür den Punkt „Gerät und Ausweis prüfen“. Sie läuft ab Android 9 und ab iOS 17.
- Ist die Online-Ausweisfunktion aktiv? Ob sie bei deinem Ausweis freigeschaltet ist, zeigt dir dieselbe Prüfung in der AusweisApp. Falls nicht, hilft das Bürgeramt.
- Hast du eine sechsstellige PIN? Die Online-Ausweisfunktion braucht eine selbst gewählte sechsstellige PIN. Wer nur noch die fünfstellige Transport-PIN aus dem PIN-Brief hat, ändert sie in der AusweisApp unter „PIN ändern“.
- PIN vergessen? Den kostenlosen PIN-Rücksetzbrief gibt es seit Oktober 2026 wieder, bestellbar über das offizielle Portal, zugestellt per persönlicher Übergabe. Das dauert ein paar Tage, also nicht erst im Januar daran denken.
Eine Frist gibt es nicht. Wer die Online-Ausweisfunktion erst im März aktiviert, kann d-you dann genauso nutzen. Der Starttermin ist kein Stichtag, sondern der Tag, ab dem es losgeht. Und noch ein Hinweis, der uns wichtig ist: In den Wochen vor dem Start werden Betrüger versuchen, die Neugier auszunutzen, mit Mails und SMS im Stil von „Aktivieren Sie jetzt Ihren digitalen Ausweis“. Die echte App kommt aus den offiziellen App-Stores, der Staat schickt dir keinen Link per SMS. Wie du dich vor solchen Maschen schützt, steht in unserem Beitrag über versteckte Steuercodes und Rufumleitungen, die dort beschriebenen Grundregeln gelten hier genauso.
Fazit: Was du jetzt tun solltest
Bist du Telekom-Mobilfunkkunde mit Vertrag und fährst im November oder Dezember mit dem Deutschlandticket, holst du dir ab dem 21. Oktober den Code in der MeinMagenta-App und schreibst dir den 10. des Monats als Kündigungstag auf, wenn du nur einen Monat willst. Brauchst du ein neues Handy, schaust du zuerst auf das Vorjahresmodell und den Speicher, bringst das alte Gerät mit und lässt dich nicht von Schlagzeilen zum Panikkauf treiben. Und für d-you prüfst du in Ruhe NFC, Online-Ausweisfunktion und PIN, dann bist du im Januar fertig, bevor die ersten Phishing-Mails kommen.
greem-Einschätzung
Wir verkaufen dir kein neues Handy, weil die Preise steigen. Wir prüfen, ob dein altes den Ausweis kann.
Die Speicherkrise ist echt, aber sie ist kein Grund, heute ein Gerät zu kaufen, das du erst nächstes Jahr brauchst. Komm mit deinem Handy vorbei, wir prüfen in zwei Minuten, ob NFC und die AusweisApp laufen, richten die Online-Ausweisfunktion mit dir ein und sagen dir ehrlich, ob ein Vorjahresmodell oder ein Akkutausch für dich gerade die bessere Rechnung ist. Und beim Deutschlandticket zeigen wir dir den Weg durch die MeinMagenta-App, inklusive der Kündigungsfrist, die in der Werbung nicht so groß steht.
Deutschlandticket-Code, Handyfrage oder Ausweis-Check?
Wir beraten herstellerneutral, richten MeinMagenta, AusweisApp und NFC mit dir ein und sagen dir ehrlich, ob ein Neukauf gerade sinnvoll ist. Komm einfach in einen unserer Shops im Rhein-Main-Gebiet – kein Termin nötig.
Zum nächsten greem-ShopQuellen: teltarif.de, „Deutschlandticket für 49 Euro: Telekom-Aktion hat einen Haken“ (Thomas Michel, 12. Oktober 2026); inside digital, „Ab November: Deutschlandticket für 49 Euro kommt zurück“ (Thorsten Neuhetzki, 12. Oktober 2026); heise online, „Speicherkrise: Weltweite Lieferzahlen von Smartphones sinken auf Wert von 2012“ (Martin Holland, 13. Oktober 2026, mit vorläufigen Zahlen von Counterpoint Research); GSMArena, „Samsung and Apple were the winners in a Q3 smartphone market that dropped 20%“ (12. Oktober 2026); inside digital, „Krasse Preiserhöhungen: 3 Gründe, warum Handys immer teurer werden“ (Hayo Lücke, 10. Oktober 2026); teltarif.de, „Digitaler Ausweis ab Januar: So machen Sie Ihr Handy startklar“ (Thomas Michel, 13. Oktober 2026); Deutscher Bundestag, Tagesordnungspunkt Digitale-Identitäten-Gesetz, Drucksache 21/7408 (Abstimmung geplant für 15. Oktober 2026). Die Marktzahlen sind vorläufige Schätzungen von Counterpoint Research, die Preisangaben für Europa und weltweit weichen je nach Quelle ab. Das Digitale-Identitäten-Gesetz war beim Erscheinen dieses Beitrags noch nicht beschlossen. Alle Angaben Stand 13. Oktober 2026, ohne Gewähr.